Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Wohnungsgenossenschaft Dresden-Johannstadt will Gagfah-Platte an der Nicolaistraße kaufen und sanieren
Dresden Lokales Wohnungsgenossenschaft Dresden-Johannstadt will Gagfah-Platte an der Nicolaistraße kaufen und sanieren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:57 09.09.2015
Nach dem Abriss-Stopp will die Wohnungsgenossenschaft Johannstadt eG (WGJ) den maroden Block an der Nicolaistraße 7 bis 21 kaufen und sanieren. Quelle: D. Flechtner

Von Ralf Redemund

Jetzt einigten sich der neue Gagfah-Chef Stephen Charlton und Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) auf einen Erhalt (DNN berichteten). Und jetzt kommt sogar ein möglicher Investor aus der Deckung, der die marode Platte sofort kaufen und sanieren würde: Es ist die Wohnungsgenossenschaft Johannstadt (WGJ) aus der Nachbarschaft.

"Wir interessieren uns für einen Kauf dieses Blocks, würden ihn sanieren. Er passt super in unseren Bestand", erklärte WGJ-Sprecherin Anne Pietag gegenüber DNN. Kein Wunder: Die WGJ hat in direkter Nachbarschaft, aber auch in Striesen ihre Kernbestände. "Unsere Leerstandsquote liegt unter einem Prozent", erläuterte Pietag. Zurzeit habe die WGJ 7616 Wohnungen bei 7955 Genossenschaftsmitgliedern. Die WGJ sei auf der Suche nach neuen Objekten. Die Platte an der Nicolaistraße sei eine "prima Ergänzung".

Das Interesse der Johannstädter Genossenschaft hat eine Vorgeschichte. Die WGJ wollte die Platte schon einmal kaufen und sanieren. Das sei aber mit dem Hinweis darauf abgelehnt worden, dass die Gebäude im Rahmen des Woba-Verkaufs-Vertrages abgerissen werden müssten. Bevor die WGJ-Spitze allerdings in konkrete Verhandlungen einsteigen könne, müsse der Stadtrat erst noch den Abriss-Stopp bestätigen, so die WGJ-Sprecherin. Auf der Tagesordnung der nächsten Stadtratssitzung am 12. und 13. Juli steht das Thema allerdings noch nicht. Es wird dann wohl erst nach der Sommerpause im Dresdner Stadtrat behandelt.

Grünen-Stadtrat Thomas Löser hält es allerdings stadtentwicklungspolitisch für einen Fehler, die DDR-Bauten an der Nicolaistraße "auf Teufel komm raus" zu erhalten. "Damit wäre eine Entwicklung dieses Quartiers im wahrsten Sinne des Wortes verbaut." Löser regt an, die erklärte Verkaufsabsicht der Gagfah aufzugreifen, und einem Investor die Möglichkeit zu geben, an dieser Stelle stadtteilverträgliche Wohnbebauung zu sozial verträglichen Mieten zu realisieren. Durch einen Rückbau - wie es der SPD-Antrag vorsehe - und eine anschließende mehrgeschossige neue Wohnbebauung wäre ein deutlich höherer Wohnanteil auf der Fläche zu erreichen. Ob da die WGJ mitmachen würde, ist unklar.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.07.2012

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In die Bildungspolitik in Sachsen zieht keine Ruhe ein. Der Schulexperte der CDU-Landtagsfraktion fordert die "Neuauflage eines Bildungspakets". Am Wochenende trifft sich die Staatsregierung von CDU und FDP zu Haushaltsberatungen für die Jahre 2013/2014. Dem Vernehmen nach wird es mehr Geld für die Bildung geben.

09.09.2015

In Benin, einem der ärmsten Länder der Welt, haben Frauen keinen leichten Stand. Die festgefahrenen patriarchischen Gesellschaftsstrukturen und eine schlechte Ausbildung versperren den meisten den Ausweg aus der Armut.

09.09.2015

Paule kennt jeden Winkel der Hoga-Mittelschule. Kein Wunder: Seit sieben Jahren läuft der Mischlingshund ein und aus im Schulgebäude an der Zamenhofstraße in Leuben.

09.09.2015