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Wohn- und Geschäftshaus auf dem Weißen Hirsch in Dresden wächst

Bauarbeiten an der Bautzner Landstraße Wohn- und Geschäftshaus auf dem Weißen Hirsch in Dresden wächst

In der zweiten Jahreshälfte 2018 will der Dresdner Architekt Jens Zander sein Wohn- und Geschäftshaus auf dem Weißen Hirsch fertig gebaut haben. Elf Wohnungen sollen entstehen. Er selbst will ebenfalls hinziehen und sich auch sein Büro dort einrichten.

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Der Dresdner Architekt Jens Zander auf der Baustelle.
 

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden.  Immer wieder bleiben Spaziergänger neugierig an der Baustelle zwischen An- und Verkauf und Fotoatelier Klemm auf dem Weißen Hirsch stehen und beobachten mit Argusaugen, was sich jenseits des Bauzauns an der Bautzner Landstraße 14/16 tut. Dass an besagtem Drahtzaun bunte Sommerkleidchen für Kinder zum Verkauf hängen, deutet auf gute Nachbarschaft zum Secondhand-Laden nebenan hin.

Um das Projekt des Dresdner Architekten Jens Zander hatte es im vergangenen Jahr einige Aufregung gegeben. Das moderne Wohn- und Geschäftsgebäude füge sich nicht in die vorhandene Bebauung auf dem Weißen Hirsch ein, hatten Kritiker mit Blick auf eine Visualisierung moniert, die zu einem sehr frühen Zeitpunkt veröffentlicht worden war. Mittlerweile haben sich die Wogen geglättet. Der Architekt hat seine modifizierten Pläne u.a. den Loschwitzer Ortsbeiräten und auch dem Verschönerungsverein Weißer Hirsch vorgestellt und Zustimmung geerntet.

„Wir haben jetzt auch die schwierigste Phase hinter uns, die für die Anwohner mit Lärm und Schmutz verbunden war“, berichtet Jens Zander. Seit April sind die Bauarbeiter auf dem 2000 Quadratmeter großen Areal beschäftigt. Der Architekt plant drei Gebäude auf dem Gelände, das aus zwei zusammengefassten, etwa gleichgroßen Parzellen besteht. Im Vorderhaus in der Erdgeschosszone hat Zander sein Büro, darüber sechs Wohnungen vorgesehen. Im Mittelgebäude soll es vier Wohnungen geben. Ins rückwärtige Haus will der Architekt selbst ziehen. Bis Ende 2018 will Jens Zander alles komplett fertig haben.

„Ich habe ein Grundstück gesucht, um ein Büro und für mich selbst eine neue Wohnung an einem Standort zu bauen“, blickt der Dresdner Architekt zurück. Das Grundstück auf dem Weißen Hirsch sei ihm angeboten worden. Und eigentlich habe er auch das benachbarte flache Gebäude mit dem Fotostudio Klemm darin kaufen wollen. Das aber sei nicht zustande gekommen.

Mittlerweile sind Boden und Wände des Kellergeschosses gebaut, und auch die erste Decke liegt schon auf dem Kellergeschoss. Die Baugrube ist sehr groß, weil eine komplette Tiefgarage unter dem Gelände entsteht. „Wir haben bereits nach 40 Zentimetern Erdboden Fels zerklüften und zerbrechen müssen, damit er mit dem Bagger abgetragen werden konnte“, erklärt Zander. Die Laster fahren von hinten an die Baustelle heran, um den Autoverkehr auf der Bautzner Landstraße nicht zusätzlich zu behindern.

Die Wohnungen sollen nicht verkauft, sondern vermietet werden. „Wir gehen von etwa zehn Euro pro Quadratmeter aus“, sagt Jens Zander. Bei den elf Wohnungen handelt es sich vor allem um Vier-Raum-Wohnungen. „Im Mittelhaus und in den Dachgeschossbereichen haben wir Fünf- und Sechs-Raum-Wohnungen vorgesehen.“ Alle Wohnungen würden über Balkons, Terrassen oder Dachloggien verfügen.

Anders als auf der einst veröffentlichten Visualisierung bezieht sich die Fassade des Büro- und Geschäftsgebäudes nach Ansicht Zanders jetzt auch auf die Architektur der Nachbargebäude. „Wir verwenden Klinkermaterial, planen eine Lochfassade, und die Dachhaut bekommt eine schieferähnliche Deckung“, erläutert der Architekt. „Unser jetziger Entwurf ist bei weitem nicht mehr so modern wie der erste, aber von 1905 ist er auch nicht“, resümiert er.

Jens Zander hat in Dresden studiert. Das Architekturbüro mit zwölf festangestellten Landschaftsplanern, Architekten, Bauzeichnern und kaufmännischen Mitarbeitern betreibt er seit 17 Jahren. „Wir machen zu 80 Prozent Wohnungsbau, haben aber auch schon die Zeitenströmung komplett saniert, das Foyer im Schauspielhaus und das Travestietheater Carte Blanche“, sagt Zander.

Von Katrin Richter

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