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12:00 02.08.2017
Wie gesund und fit fühlen sich die Dresdner? Bei der Frage nach der körperlichen Fitness zeigen sich zum Teil deutliche Unterschiede zwischen den Stadtteilen. Quelle: dpa

 Wie gesund und fit fühlen sich die Dresdner? Bei der Frage nach der körperlichen Fitness zeigen sich zum Teil deutliche Unterschiede zwischen den Stadtteilen. An der Spitze in Sachen physischer Gesundheit stehen die Bezirke Innere und Äußere Neustadt. 72 Prozent der hier Befragten beschreiben ihre Fitness als gut. Das mag daran liegen, dass die Neustadt besonders bei Studenten und jungen Leuten beliebt ist, die noch wenig mit den Plagen des Älterwerdens zu tun haben und aus finanziellen Gründen öfter mal in die Pedale treten, statt das Auto zu nutzen.

Besonders schlecht beurteilen Menschen in Prohlis und Reick ihre Gesundheit und Sportlichkeit. Nur 30 Prozent stufen ihren körperlichen Zustand als gut ein. Immerhin 56 Prozent sehen ihre Fitness in Prohlis und Reick als einigermaßen zufriedenstellend an, während 13 Prozent der dort Befragten von sich behaupten, ihre Ausdauer, Beweglichkeit und allgemeine Gesundheit sei schlecht.

Zwischen den Geschlechtern lässt sich kein Unterschied ausmachen. Insgesamt beurteilen 54 Prozent der befragten Frauen ihre Fitness und Gesundheit als gut. Bei den Männern sind es zwei Prozent mehr. Allerdings verweist die Studie auf einen verschlechterten Gesundheitszustand im zeitlichen Verlauf: Insgesamt schätzten 2014 rund 55 Prozent der Dresdner ihre Fitness und Gesundheit als gut ein, zwei Jahre zuvor waren es noch 10 Prozent mehr..

Mit dem Alter kommen die „Wehwehchen“. Besonders mit 75 Jahren nehmen diese laut Studienergebnissen in Dresden zu, denn ab diesem Alter bewerten die Befragten ihren Gesundheitszustand als überwiegend schlecht. Das kostenlose Sommersportprogramm „Fit im Park“ mit speziellen Kursen für Senioren ab 70 Jahren anknüpfen will unter anderem dort anknüpfen.

Das subjektive Wohlbefinden wird unter anderen durch Faktoren wie finanzielle Absicherung und Familienzusammenhalt bestimmt. Aber auch die eigene Gesundheit und körperliche Fitness tragen zum Wohlbefinden bei. Daher ist es wenig überraschend, dass die Stadtbezirke, in denen die Bürger ihren Gesundheitszustand als gut beschreiben auch die Rangliste des individuellen Wohlbefindens anführen. In den Bezirken Loschwitz und Schönfeld-Weißig sowie der Neustadt bewerten rund 68 Prozent der Befragten ihr Wohlbefinden als gut. In Prohlis und Reick tun dies nur rund 40 Prozent.

Woher rühren diese doch unterschiedlichen Einschätzungen von Gesundheit und Wohlbefinden in den einzelnen Stadtteilen? Als größten Einflussfaktor auf ihren körperlichen und seelischen Allgemeinzustand nennen die Befragten „Stress im Beruf“ (Spitzenreiter ist Leuben), „Lärm“ (besonders in Friedrichstadt), finanzielle Sorgen (vor allem in Gorbitz) und allgemein den Einfluss von ungesunden Lebensmitteln auf den eigenen Körper.

Dass sportliche Betätigung den Stresspegel sinken lässt, ist mittlerweile bekannt. Doch den inneren Schweinehund zu überwinden meist gar nicht so einfach. „Das Angebot Fit im Park soll den Einstieg in regelmäßige sportliche Betätigung erleichtern“, sagt Kristin Klaudia Kaufmann (Die Linke). „Denn aus den gesundheitlichen Problemen des Einzelnen wachsen gesellschaftliche Probleme“, so die Gesundheitsbürgermeisterin weiter.

Nur 3 Prozent der befragten Dresdner finden, es fehle an Sportstätten für die regelmäßige Ertüchtigung. Ob das nun bedeutet, dass die Landeshauptstadt in Sachen Sportmöglichkeiten gut aufgestellt ist oder dass für die befragten Dresdner das Angebot an Sportstätten unwichtig für das eigene Wohlbefinden ist, bleibt offen.

In einer 2016 veröffentlichten Studie ermittelte die Stadt das „Gesundheitsprofil“ Dresdens mit Daten aus der kommunalen Bürgerbefragung 2014.

Die vollständige Studie ist unter www.dresden.de mit dem Suchbegriff „Gesundheitsprofil“ abrufbar.

Von Tomke Giedigkeit

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