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Wo Hunde wenig kosten – Dresden liegt unter dem Durchschnitt

Hundesteuer Wo Hunde wenig kosten – Dresden liegt unter dem Durchschnitt

Rund 13 500 Hunde haben in Dresden ein Zuhause. Das sind 41 treue Begleiter pro Quadratkilometer. Damit liegt Dresden unter dem bundesdeutschen Durchschnitt von 68 Hunden je Quadratkilometer. Dabei sind in Dresden die Steuern für Hundebesitzer besonders günstig und auch Bußgelder fallen niedrig aus.

Thomas Lange und seine fünfjährige Dalmatinerhündin Bailey gehen besonders gern an den Elbwiesen Gassi.
 

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden.  Rund 13 500 Hunde haben in Dresden ein Zuhause. Das sind 41 treue Begleiter pro Quadratkilometer. Damit liegt Dresden unter dem bundesdeutschen Durchschnitt von 68 Hunden je Quadratkilometer. Die größten Hundefreunde sind die Berliner. Die Hauptstadt ist gleichzeitig die Deutsche Hundehochburg mit 113 Hunden pro Quadratkilometer.

 Bei der Steuer, die Hundehalter jährlich entrichten müssen, liegt die Landeshauptstadt mit 108 Euro für den ersten Hund im unteren Mittelfeld. Deutlich mehr zu Buche schlägt ein Zweithund mit 144 Euro im Jahr. Auch wenn Wuppertal für den Zweithund ganze 288 Euro im Jahr verlangt, liegt der Schnitt mit 127 Euro deutlich niedriger.

Relativ lasch hält es die Landeshauptstadt mit Leinenpflicht, Maulkorb und Hundekotentsorgung. Darf Waldi frei umherlaufen, obwohl auf dem Weg Leinenzwang herrscht, werden Herrchen oder Frauchen mit 20 Euro zur Kasse gebeten. Deutlich strenger sehen das München und Düsseldorf, wo für einen freilaufenden Hund 100 Euro fällig werden. Gnädiger zeigt sich Leipzig: In der Messestadt werden nur fünf Euro Strafe kassiert.

Die tierischen Hinterlassenschaften der Vierbeiner sind immer wieder gut für Ärger, aggressive Nachrichten auf Zetteln an Gartenzäunen und Slalom-Joggen. Halter, die sich um die Häufchen ihrer Lieben nicht scheren, werden im Bundesdurchschnitt mit 44 Euro Strafe belegt. Dresden orientiert sich da mit 35 Euro an den Gebühren der Hauptstadt. Die Bankenmetropole Frankfurt am Main verteidigt ihr Saubermann-Image gegen Hundehäufchen mit 90 Euro Strafe am strengsten.

„Der will doch nur spielen“, hört man häufig, wenn zähnefletschende Knurrer angerannt kommen. Für Pitbull-, Bull-, und Staffordshire-Terrier gilt vorsorglich im ganzen Dresdner Stadtgebiet eine Maulkorbpflicht. Wer dagegen verstößt, wird mit mindestens 50 Euro zur Kasse gebeten. Damit liegt die Landeshauptstadt auf dem vorletzten Platz. Deutlich konsequenter greifen da München und Münster durch: Durchschnittlich wird in den beiden Städten eine Strafe von 1 000 Euro fällig, wie die Studie eines Finanzdienstleisters im Juli belegte. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 220 Euro.

Abgesehen von Steuern, Bußgeldern und zahlreichen Auflagen, die Dresdner Hundehalter erfüllen müssen, hat die Landeshauptstadt auch einiges für die vierbeinigen Begleiter zu bieten. Betreuungseinrichtungen wie Hundetagesstätten (Hutas) sind besonders im Kommen: Während Herrchen oder Frauchen arbeiten, können die Fellnasen toben, auf Laufbändern trainieren oder einfach ein bisschen auf der faulen Haut liegen. Zudem bieten Heide und Elbe beste Bedingungen für ausgedehnte Spaziergänge.

Damit die Mensch-Hund-Beziehung auch nach dem Tod des Vierbeiners am Leben erhalten wird, gibt der Tierfriedhof Stetzsch Herrchen und Frauchen die Möglichkeit, dem Hund ein eigenes Grab zu errichten.

Von Tomke Giedigkeit

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