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Lokales Wirbel um ungenutzte Sandsäcke an der A 4 bei Dresden
Dresden Lokales Wirbel um ungenutzte Sandsäcke an der A 4 bei Dresden
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18:09 09.09.2015
Sandsäcke - nicht immer kamen sie in diesen Wochen dahin, wo sie benötigt wurden. Quelle: Sebastian Kahnert, dpa
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Prekär daran ist die Tatsache, dass die fertig gefüllten Säcke offensichtlich für Sachsen-Anhalt bestimmt waren, Sachsen Innenressort aber den Abtransport gestoppt hat. Grund: Der Kreis Nordsachsen hatte die Säcke angefordert - für die Notlage im eigenen Beritt.

Das allerdings stellte sich als Fehlalarm heraus. Die Nordsachsen gaben Entwarnung, die Aktion wurde abgeblasen. So lagerten die Sandsäcke rund zwei Tage an der A 4, trotz der prekären Situation der Menschen in Sachsen-Anhalt. Das könnte noch für einigen Ärger mit dem Nachbarland sorgen. Schließlich gibt es längst Klagen, Sachsen habe sich geweigert, geeignete Flächen kontrolliert zu fluten. Dadurch habe sich die Lage in Sachsen-Anhalt weiter verschärft.

Bei der Abfüllaktion auf dem A-4-Rastplatz hatten laut Angaben der Dresdner Morgenpost Soldaten, Polizisten, Angehörige des Technisches Hilfswerks sowie 150 Freiwillige ab Donnerstagabend die ganze Nacht hindurch Sand in bereitgestellte Säcke gefüllt. Am Freitagmittag lagerten schließlich 270 000 Behälter mit einem Gesamtgewicht von 1400 Tonnen an der A 4 - die größte Aktion überhaupt. Doch schnell kam bei den Beteiligten Frust auf, weil ein Großteil der Säcke nicht abgeholt wurde. Lediglich knapp 40 000 sollen nach Zeithain oder Meißen gegangen sein, der übergroße Rest aber sei erst am Sonntag auf den Weg nach Stendal geschickt worden.

Das dürfte nicht nur in Sachsen-Anhalt auf einiges Unverständnis stoßen, auch hierzulande hat es ein parlamentarisches Nachspiel. So will Verena Meiwald, die als Abgeordnete für die Linke im Dresdner Landtag sitzt, mehrere Anfragen an die Staatsregierung stellen. Tenor: Wie konnte es dazu kommen, dass hunderte Helfer tatenlos auf dem Rastplatz saßen? Was war der Grund für die Koordinationsprobleme mit den Sandsäcken?

Das Innenministerium bestätigte die Gemengelage an der A 4. Der "logistische Aufwand" sei erheblich gewesen, sagte ein Sprecher gestern auf Anfrage in Dresden. Erst habe der Landkreis Nordsachsen die Säcke bestellt, dann wieder zurückgezogen. Daraufhin habe der Krisenstab in anderen sächsischen Regionen nachgefragt. Ergebnis: Es gab landesweit "keinen Bedarf" mehr. So sei schließlich Sachsen-Anhalt eingeschaltet worden, wohin die Sandsäcke auch umgehend geschickt worden seien.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.06.2013

Jürgen Kochinke

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