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Willem de Klerk macht sich in Dresden für kulturelle Vielfalt stark

Friedensnobelpreisträger in der Frauenkirche Willem de Klerk macht sich in Dresden für kulturelle Vielfalt stark

Kulturelle Vielfalt – Für Friedensnobelpreisträger Frederik Willem de Klerk ist sie sowohl die größte Herausforderung für eine friedliche Zukunft als auch aktuell die Ursache für die größten Konflikte auf der Welt.

Frederik Willem de Klerk.
 

Quelle: ANJA SCHNEIDER

Dresden.  Kulturelle Vielfalt – Für Friedensnobelpreisträger Frederik Willem de Klerk ist sie sowohl die größte Herausforderung für eine friedliche Zukunft als auch aktuell die Ursache für die größten Konflikte auf der Welt. Der ehemalige Staatspräsident Südafrikas, der während seiner Amtszeit gemeinsam mit Nelson Mandela maßgeblich für die Abschaffung der Apartheid in seinem Heimatland verantwortlich war, folgte am Montagabend der Einladung zur vierten Friedensnobelpreisträgerrede in der Dresdner Frauenkirche.

In einer 35-minütigen Rede rief er vor rund 800 Gästen dazu auf, sich den Herausforderungen kultureller Vielfalt zu stellen. Der 81-Jährige wurde zuvor herzlich im Namen der Bundesregierung von Innenminister Thomas Thomas de Maizière (CDU) empfangen. „Es ist nicht alltäglich, solch einem außergewöhnlichen Menschen gegenüber zu stehen“, so der Minister.

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De Klerk fand in seiner anschließenden Rede deutliche Worte. Demokratie sei das Schicksal der Menschheit und man müsse tun, was getan werden muss – so wie er einst selbst bei der Abschaffung der Apartheid und der Etablierung der ersten freien Wahlen in Südafrika. In der heutigen Zeit müssten die Menschen begreifen, dass die Zeit der homogenen Nationalstaaten vorbei sei. Es gehe nun darum, unterschiedliche Kulturen und Volksgruppen zu respektieren und unter einen Hut zu bringen.

Der Mensch, so de Klerk weiter, sei von Natur aus ein Wesen voller Unterschiede, der sich in Gruppen, Ethnien, Religionen und Gemeinschaften eingliedere. Es gehe nun darum, einen rechtssicheren und respektvollen Raum zu schaffen, in der jeder Mensch seine eigene Kultur, Sprache und Religion ausleben könne. Der Schlüssel zum Frieden und die größte Aufgabe der Politik sei es, diese Diversität und Vielfalt zu managen. Dazu gehöre es auch, Partizipationsmöglichkeiten für alle Minderheiten zu schaffen.

Nach seiner kraftvollen und bewegenden Rede gab der Friedensnobelpreisträger von 1993 geladenen Schülern und Bürgern aus dem Publikum noch die Chance, mit ihm in einen Dialog zu treten. Unter anderem beantwortete er die Frage, wie man Menschen dazu motivieren könne, für den Frieden zu kämpfen. Laut de Klerk trügen sowohl Veranstaltungen wie jene am Montagabend in der Frauenkirche dazu bei, als auch andauernde Gespräche und Debatten in kleinen Freundeskreisen und innerhalb der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen.

Der ehemalige südafrikanische Ministerpräsident war seit 2010 bereits der vierte Gast im Format Friedensnobelpreisträgerrede in der Frauenkirche.

Die gesamte Rede im Video finden sie auf unserer Internetseite www.dnn.de/deklerk.

Von Sebastian Burkhardt

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