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Lokales Wiener Loch wechselt im Juni den Besitzer - Baustart zum Jahresende geplant
Dresden Lokales Wiener Loch wechselt im Juni den Besitzer - Baustart zum Jahresende geplant
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18:00 09.09.2015
Innerstädtische Grünfläche mit Spundwand: Der Schandfleck am Hauptbahnhof soll bis 2015 verschwinden. Im Juni will der Investor das Grundstück kaufen. Quelle: Archiv

"Wir wollen im Juni den Kaufvertrag abschließen und beurkunden", erklärte er. Das läutet das Ende für eine der letzten innerstädtischen Brachflächen ein: Der Hamburger Immobilienentwickler will das "Wiener Loch" mit Wohn- und Geschäftshäusern bebauen.

"In der vergangenen Woche haben wir die Verträge mit der Bank abgeschlossen", so der Manager, "jetzt ist es Zeit für den Kauf." Alle Fragen des Bauvorhabens sind indes noch nicht geklärt: "Wir können noch nicht definitiv sagen, ob wir zwei oder drei Untergeschossebenen bauen werden." Das hänge davon ab, wie die Gespräche mit potenziellen Mietern verlaufen. Die Revitalis Real Estate AG sei mit zahlreichen gewerblichen Mietinteressenten im Gespräch. "Aber wenn wir bei allen bis zum Abschluss eines Mietvertrages warten, verlieren wir zu viel Zeit."

Deshalb werde sein Unternehmen wohl zweigleisig fahren und die Planungen für zwei sowie für drei Untergeschossebenen vorantreiben. "Jeder Monat, den wir nicht anfangen können, kostet uns bares Geld." Im September, so Cromm, werde der Bauantrag bei der Stadt eingereicht. "Bis dahin müssen wir uns mit den Gewerbetreibenden klar sein."

Je nachdem, wie das Genehmigungsverfahren voranschreitet, werde der Immobilienentwickler im Dezember die Baustelle einrichten und mit dem Bau beginnen können. 20 bis 22 Monate Bauzeit seien geplant, so dass das "Prager Carrée" voraussichtlich im August 2015 eröffnet werden könnte.

65 bis 70 Millionen Euro investiert die Revitalis Real Estate AG in die Baugrube an der Prager Straße. Neben Ladengeschäften und einem Fachmarkt sollen 249 Wohnungen entstehen. Eigentlich sollte der Kaufvertrag für das "Wiener Loch" schon lange unter Dach und Fach sein. Doch der Immobilienentwickler sei von der Forderung der Stadt überrascht worden, für jede Wohneinheit einen Parkplatz zu schaffen. "Wir halten das für nicht zeitgemäß und kennen keine deutsche Großstadt, in der das für den Innenstadtbereich gefordert wird", so der Vorstandsvorsitzende. Deshalb habe das Unternehmen Widerspruch gegen den Bauvorbescheid der Stadt eingelegt. Die Landesdirektion Sachsen habe aber noch keine Entscheidung getroffen. "Sollte es bei der geforderten Parkplatzzahl bleiben, müssten wir eine Ablöse von über einer Million Euro zahlen. Geld, für das wir keinen Gegenwert erhalten", so Cromm.

Die Stadt hatte mehr als 14 Jahre lang vergeblich nach einem Investor für die Brachfläche am Hauptbahnhof gesucht. Der Kaufpreis für den rund 8700 Quadratmeter großen Schandfleck beträgt rund 9,5 Millionen Euro. Das Geld soll in die Finanzierung des Kulturkraftwerkes fließen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 31.05.2013

Baumann-Hartwig, Thomas

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