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Wiederaufbau des Narrenhäusels Dresden naht

Ausschreibung veröffentlicht Wiederaufbau des Narrenhäusels Dresden naht

Das städtische Amt für Hochbau und Immobilienverwaltung hat jetzt unter der Objektnummer 40411 das Narrenhäusel Dresden ausgeschrieben. Das Gebäude soll in Kubatur, Materialität, Gliederung und Gestaltung dem Originalzustand von 1936 entsprechen.

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Quelle: Visualisierung: Neumarkt-Gesellschaft

Dresden.  „In zentraler, besonders repräsentativer Innenstadtlage, am Königsufer direkt gegenüber dem historischen Stadtkern an der Elbe, bietet die Stadt Dresden ein unbebautes, nicht vollständig erschlossenes Baufeld mit einer Größe von ca. 460 Quadratmeter an. Der Erwerber übernimmt die Pflicht, daraus das Narrenhäusel in seiner Größe, Form und Gestaltung nach historischem Vorbild in traditioneller Bauweise zu errichten und zu betreiben“, heißt es in dem jetzt veröffentlichten Text. Das städtische Amt für Hochbau und Immobilienverwaltung hat unter der Objektnummer 40411 das Narrenhäusel ausgeschrieben. Das Gebäude soll in Kubatur, Materialität, Gliederung und Gestaltung dem Originalzustand von 1936 entsprechen.

Das Narrenhäusel soll dem hochwertigen Standort angemessen als Schank- und Speisewirtschaft genutzt werden, aber auch Büro- und Verwaltungseinheiten, kleinteilige Einzelhandelsbetriebe, untergeordnete Beherbergungsbetriebe sowie Anlagen für kirchliche, kulturelle und soziale Zwecke seien zu konzipieren. Nach 60 Jahren sei das Gebäude kostenlos an die Stadt Dresden zu übertragen. Zum Nulltarif gibt es das Grundstück nicht: Das Mindestgebot liegt bei 700 000 Euro, also etwas mehr als 1500 Euro pro Quadratmeter.

Nicht nur der Kaufpreis ist auch, der Käufer muss auch eine Reihe von Verpflichtungen erfüllen. So wird ihm aufgegeben, eine barrierefreie Anbindung an die Augustusbrücke durch Errichtung und Betrieb eines privaten Personenaufzuges herzustellen. Dem Hochwasserschutz muss Rechnung getragen werden, das Problem der Stellplätze ist zu lösen. Auf dem Grundstück können keine Parkplätze entstehen, aber der Käufer kann auch die Stellplatzablösegebühr zahlen und sich damit von der Verpflichtung freikaufen, Parkplätze zu schaffen.

Bis zum 23. November haben interessierte Investoren jetzt Zeit, ihr Gebot bei der Landeshauptstadt einzureichen. Die Vergabe erfolgt an den Bieter, dessen Angebot den höchsten Kaufpreis enthält. Der Stadtrat hatte bereits im März 2016 die Ausschreibung des Grundstücks beschlossen. Das Thema war höchst umstritten, da die Stadtverwaltung an einem Rahmenplan für die Innere Neustadt arbeitet. Da sei der Wiederaufbau einzelner historischer Gebäude hinderlich, meinten beispielsweise die Grünen.

Der Dresdner Bauunternehmer Frank Wießner hatte schon 2015 ein Konzept für den Wiederaufbau des Narrenhäusels vorgelegt. Er erklärte am Freitag gegenüber DNN, dass er ein Gebot abgeben wird. „Ich stehe zu meinem Wort. Ich will das Narrenhäusel wieder aufbauen und etwas für meine Heimatstadt tun.“ Um Rendite gehe es bei diesem Vorhaben nicht, die Ausschreibungsbedingungen seien wenig lukrativ für Investoren. „Aber andere Bauunternehmer haben beispielweise am Neumarkt etwas für Dresden getan, ich will dies an der Augustusbrücke tun“, erklärte der Bauunternehmer. Das Projekt wird unter anderem von der Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden unterstützt.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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