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Lokales Wie chemisch behandelte Zitrusfrüchte im Handel gekennzeichnet werden
Dresden Lokales Wie chemisch behandelte Zitrusfrüchte im Handel gekennzeichnet werden
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16:24 30.11.2017
Quelle: 29248050
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Dresden.

Jeden Montag zwischen 17 und 18 Uhr geben Mitarbeiter der Verbraucherzentrale in Dresden den Lesern der Dresdner Neuesten Nachrichten kostenlos Auskunft zu Fragen rund um den Verbraucherschutz. Hier können Sie interessante Themen nachlesen: Heute zum Thema „Lebensmittel und Ernährung“.

Herr N. aus Dresden:

Zitrusfrüchte werden oft chemisch behandelt und dazu hätte ich folgende Fragen: Sind diese Stoffe kennzeichnungspflichtig? Wie kann ich diese erkennen und was sollte ich außerdem beachten?

Elvira Weissgerber, Fachberaterin für Lebensmittel und Ernährung der Verbraucherzentrale in Dresden:

Zitrusfrüchte erfreuen sich aufgrund ihres Vitamin-C-Gehaltes vor allem im Winterhalbjahr großer Beliebtheit. Der durchschnittliche Bundesbürger konsumiert davon jährlich etwa 15 Kilogramm. Der Reichtum an Arten und Sorten ist sehr groß und bietet große geschmackliche Vielfalt.

Zitrusfrüchte werden häufig mit Pflanzenschutzmitteln behandelt, sowohl vor als auch nach der Ernte, denn sie sind anfällig für Schädlinge und Schimmel. Im Handel werden sie lose und verpackt mit den Hinweisen „konserviert“, „gewachst“, „unbehandelt“ oder „Schale zum Verzehr geeignet“ gekennzeichnet.

Schalenbehandelte Früchte werden als „konserviert“ oder „mit Konservierungsmittel“ und der Bezeichnung des eingesetzten Stoffes gekennzeichnet. Bei Zitronen muss das nach der Ernte verwendete Pestizid gekennzeichnet sein – auch bei loser Ware. Auf dem Etikett steht dann beispielsweise „konserviert mit Imazalil und Thiabendazol“. Limetten unterliegen dieser Vermarktungsnorm nicht.

Zitrusfrüchte können zur Konservierung auch gewachst werden, dann werden sie mit der Kennzeichnung „gewachst“ versehen. Auch in diesem Fall ist die Schale nicht für den Verzehr geeignet.

Tragen Zitrusfrüchte den Hinweis „unbehandelt“, bezieht sich diese Aussage nur auf die Nacherntebehandlung, das heißt, die Schale wurde nach der Ernte nicht behandelt. Eine Behandlung während des Anbaus ist dabei nicht ausgeschlossen. Im konventionellen Anbau von Zitrusfrüchten werden Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Die jährlichen Rückstandsuntersuchungen zeigen, dass in der überwiegenden Mehrzahl der analysierten Proben Rückstände innerhalb der zulässigen Grenzen gefunden werden. Bei der Rückstandsuntersuchung werden die gesamte Frucht, das Fruchtfleisch und die Schale betrachtet. Wird nur das verzehrbare Fruchtfleisch untersucht, zeigen die Analysen sehr viel geringere Rückstände. Das bedeutet, dass sich die Rückstände hauptsächlich in der Schale konzentrieren. Zitrusfrüchte mit Biosiegel dürfen weder vor noch nach der Ernte mit Pestiziden behandelt noch nach der Ernte gewachst werden.

Für den Einkauf und Gebrauch von Zitrusfrüchten gibt die Verbraucherzentrale folgende Hinweise:

• Die Schale von Zitrusfrüchten, die nach der Ernte behandelt wurde, sollte generell weder verzehrt noch zu dekorativen Zwecken, etwa an einem Getränk, benutzt werden.

• Konventionell erzeugte Früchte sollten vor dem Schälen gründlich mit heißem Wasser gereinigt werden. Gleichfalls empfiehlt es sich, nach dem Schälen und vor dem Verzehr oder der Verarbeitung des Fruchtfleisches die Hände gründlich zu waschen.

• Zitrusfrüchte aus ökologischem Anbau werden nicht mit chemischen Pflanzenschutzmitteln und Mitteln zur Schalenkonservierung behandelt. Sie sind daher anfälliger gegen Schimmelbefall und müssen sorgfältig gelagert werden.

• Zitrusfrüchte sollten bei mäßiger Zimmertemperatur aufbewahrt werden. Sie gehören nicht in den Kühlschrank, da sie kälteempfindlich sind. Sie halten sich etwa zwei Wochen.

• Fein geschnittene Kumquats können in vielen Gerichten anstelle abgeriebener Orangenschale verwendet werden.

Am 4. Dezember beantwortet Ulrike Kater, Finanzberaterin der Verbraucherzentrale in Dresden, Ihre Fragen. Sie erreichen Frau Kater in der Zeit von 17 -18 Uhr unter der Dresdner Telefonnummer: 0351 – 8075 333.

Von Elvira Weissgerber

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