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Lokales Wie Computer neue Werkstoffe in Datenfluten finden
Dresden Lokales Wie Computer neue Werkstoffe in Datenfluten finden
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08:18 10.09.2018
Künstliche Intelligenzien könnten zum Beispiel individuelle Medikamente für jeden einzelnen Patienten entwerfen. Quelle: dpa
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Dresden

Alchemisten mögen früher vor allem durch Zufall, eine Brise Erfahrung und manchmal mit lautem Knall neue Werkstoffe entdeckt haben – Johann Friedrich Böttger und sein Meißner Porzellan gelten als Beispiel für diese Art früher Materialforschung. Für die vierte industrielle Revolution („Industrie 4.0“) spannen Forscher und Industrieingenieure dafür lieber „Künstliche Intelligenzien“ (KI) ein: Computerprogramme, die aus Datenfluten unzähliger Experimente genau die Hightech-Werkstoffe herausfischen oder designen, die gerade gebraucht werden.

Damit sich Nachwuchsforscher über diese noch junge Technologie auszutauschen können, haben Prof. Gianaurelio Cuniberti und Prof. Wolfgang Lehner von der TU Dresden sowie Prof. Sibylle Gemming vom Helmholtz-Zentrum-Dresden-Rossendorf (HZDR) eine Sommerschule organisiert: Vom 9. bis 14. September diskutieren 30 junge Wissenschaftler aus 14 Ländern unter dem Leitthema „Materials 4.0 – Deep Materials: Perspectives on data-driven materials research“ über computergestützte Werkstoff-Genese.

Beispiele: Computer mit der Fähigkeit zum „Maschinellen Lernen“ könnten effizientere Solarmodule aus Mineralien entwerfen. Auch zur Vision einer „personalisierten Medizin“ sollen KI-Systeme beitragen – indem sie individuelle Medikamente für jeden einzelnen Patienten entwerfen.

„An den Universitäten weltweit forschen heute diejenigen Doktoranden, die Wissenschaft und Technik in den nächsten 50 Jahre prägen werden. Und dafür müssen sie fit und flexibel für kommende Entwicklungen sein, betonte Prof. Cuniberti. „Dresden als Europas Hauptstadt der Materialforschung ist der ideale Ort dafür.“ hw

Von Heiko Weckbrodt

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