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Lokales Wie Anwohner die neue B 6 verhindern wollen
Dresden Lokales Wie Anwohner die neue B 6 verhindern wollen
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09:55 09.04.2019
Der Bahnübergang Am Urnenfeld soll geschlossen werden. Quelle: Archiv
Dresden

Wenn Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) am Dienstag Cossebaude besucht und sich ab 18 Uhr den Fragen der Einwohner stellt, wird er sich auch mit einer kritischen Problematik befassen müssen. Christine Püschmann, Einwohnerin von Cossebaude, wird wissen wollen, wie sich die Stadt für die Belange derer einsetzt, die vom Neubau der Bundesstraße 6 negative Folgen zu befürchten haben.

Kein Tunnel in Cossebaude

Noch führt die Bundesstraße direkt durch Cossebaude. Die Anwohner müssen mit Lärm und Dreck leben. Doch die neue Trasse ist längst geplant und soll entlang des Bahndamms führen. Dabei kommt es jedoch zu Belastungen für Anwohner in diesem Bereich. Aber auch für die Bewohner von Mobschatz, die den Verkehrslärm deutlich hören werden.

Hinzu kommen Details wie die Sperrung des Bahnübergangs Am Urnenfeld für den Fahrzeugverkehr – hier soll es nur eine Fußgängerbrücke geben. Auch der Verzicht auf einen Tunnel in Cossebaude oder die geplante Brücke über den Grünen Weg werden von den Betroffenen kritisiert.

Die B 6 soll hinter die Bahngleise verlegt werden, um die Anwohner in Cossebaude zu entlasten. Quelle: DNN/Eylert

Stadtrat Peter Bartels (Bürgerfraktion) hat jetzt eine Petition mit mehr als 500 Unterschriften an den Petitionsausschuss des Bundestags eingereicht. „Wir wollen, dass die Bundesstraße 6 neu aus dem Verkehrswegeplan gestrichen wird“, erklärt er das Ziel. Bei den Planungen der neuen Trasse sei betont worden, dass mehrere Tausend Anwohner entlastet würden, es aber keine nachteiligen Auswirkungen für andere Anwohner geben werde.

„Nach den Menschen hat niemand gefragt“

„Das ist eine bewusste falsche Aussage, mit der die Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan ermöglicht wurde“, erklärte Bartels, der sich mit Püschmann und weiteren Mitstreitern zu einer Bürgerinitiative zusammengeschlossen hat. Etwa 500 Haushalte seien von der neuen Trasse sehr wohl betroffen.

Stadtrat Peter Bartels Quelle: Pr

„Es war nie unser Ziel, dass die B 6 neu aus dem Bundesverkehrswegeplan gestrichen wird“, betonte Bartels, „wir haben lediglich gefordert, die Belastungen für uns zu minimieren.“ Doch in den jetzt fertiggestellten Planungen sei auf diese Forderung nicht eingegangen worden. „Damit Kosten gespart werden können, wurden die Schutzstandards immer mehr heruntergefahren“, konstatiert der Stadtrat.

Es gehe nach wie vor nicht darum, eine neue Trasse der B 6 zu verhindern. Im Zuge der jetzigen Planungen seien aber nur die Auswirkungen der Straße auf Natur und Umwelt detailliert untersucht worden. „Nach den Menschen hat niemand gefragt“, sagt Bartels bitter. Die Bürgerinitiative werde alle Möglichkeiten ausschöpfen, die ihr der Rechtsstaat biete. Und alle Verantwortlichen immer wieder mahnen – auch am Dienstag den Oberbürgermeister in Cossebaude.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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