Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Wettlauf mit der Zeit
Dresden Lokales Wettlauf mit der Zeit
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:00 07.10.2018
An der Gehestraße wächst der Schulcampus für Oberschule und Gymnasium Pieschen in die Höhe – hier ein Bild von Januar 2018. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Die pünktliche Übergabe des Schulcampus Pieschen wird zur Zitterpartie. Zum Schuljahresbeginn 2019/2020 sollen Schüler in den Neubau an der Gehestraße einziehen, darunter Gymnasiasten aus Klotzsche. Das Gymnasium im Dresdner Norden soll einen Neubau erhalten und braucht einen Auslagerungsstandort. Kann das Gymnasium in Pieschen nicht einziehen, platzen die Neubaupläne.

„Wir haben enormen zeitlichen Druck“, weiß Axel Walther, Geschäftsführer der städtischen Tochter Stesad GmbH, die den Bau betreut. „Auf dem Papier werden wir pünktlich fertig. Aber wir sind weit davon entfernt, uns im regulären Bauablauf zu befinden.“ Größtes Problem sei die Haustechnikplanung, die viele Probleme aufgeworfen habe, die jetzt gelöst werden müssten. „Das hält extrem auf“, so der Geschäftsführer. Die Qualität der Planungen sei unzureichend gewesen. Die Stesad habe eine Bauoberleitung auf der Baustelle installiert, die mit enormen Anstrengungen die Planungsfehler korrigiere.

Probleme hatte es schon im Erdreich der Baustelle gegeben. Die Bauarbeiter stießen auf einen Bombentrichter, die Pläne für die Gründung mussten überarbeitet werden. Dann wies der Prüfer die Tragwerksplanung wegen Mängeln zurück. „Das setzte sich dann in einzelnen Ausbau- und Haustechnikgewerken fort. Das führt dazu, dass man als Bauherr selbst Architekten und Fachplaner beschäftigen muss, die prüfen, ob die Planungen den elementaren Anforderungen genügen“, erklärte Walther.

Wichtigstes Ziel sei es, den Rohbau bis zum Winter dicht zu bekommen, damit in den kalten Monaten im Inneren der Ausbau erfolgen kann. Fenster, Fassadendämmung, Dach und Türen müssen eingebaut werden. „Wir wollen Ende Mai, Anfang Juni mit dem Bau fertig sein, damit wir die Inbetriebnahme in den Sommerferien hinbekommen“, kündigt Walther an. Bei der Oberschule sehe es gut aus, beim Gymnasium stehe ein großer Kampf bevor. Das sogenannte „lean-takt-Verfahren“ soll mit dabei helfen. Bei dieser Methode werden einzelne Abschnitte komplett fertiggestellt. Die dabei gesammelten Erfahrungen können dann auf andere Abschnitte übertragen werden.

Beim zweiten großen Schulcampus in Tolkewitz, der seit einem Jahr am Netz ist, sei es einfacher gewesen, bekannte der Stesad-Geschäftsführer. Auf dieser Baustelle war die städtische Tochter Bauherr und Generalunternehmer in einem, in Pieschen ist sie dagegen nur Projektsteuerer, während das Schulamt als Bauherr firmiert. Was heißt: „Wir machen die Vorschläge, die Entscheidung muss in der Stadt getroffen werden.“ Das dauere mitunter. „Für uns ist jeder Tag kostbar“, so Walther.

In Pieschen entsteht für Gesamtkosten von 75 Millionen Euro ein Campus für eine fünfzügige Oberschule und ein fünfzügiges Gymnasium. 1900 Schüler sollen einmal an dem neuen Standort lernen.

Von Thomas Baumann-Hartwig

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Zum nunmehr 13. Mal veranstaltet der Verein „JohannStadthalle“ am Sonntag, 7. Oktober, von 11 bis 18 Uhr das Johannstädter Drachenfest. Auf den Elbwiesen am Johannstädter Fährgarten können Drachenfreunde wieder ihre bunten Flugobjekte steigen lassen.

06.10.2018
Lokales Zehn neue Mietwohnungen auf dem Weißen Hirsch - Richtfest an der Bautzner Landstraße

Architekt Jens Zander und seine BZB Projekt GmbH nehmen knapp sechs Millionen Euro in die Hand und bauen drei Häuser hintereinander – eigentlich sind es sogar vier, bis jetzt stehen zwei.

06.10.2018

Das Netzwerk „Willkommen in Johannstadt“ ist mit dem mit 5000 Euro dotierten Dresdner Integrationspreis ausgezeichnet worden. Der mit 2000 Euro verbundene Anerkennungspreis ging an die Firma GSA-CAD GmbH Co. KG. Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) lobte den Einsatz der Preisträger für die Integration von Zugewanderten.

06.10.2018