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Lokales Wertvolle Datenbank für Investoren in Dresden
Dresden Lokales Wertvolle Datenbank für Investoren in Dresden
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23:47 09.09.2015

"Für Investoren im Wohnungsbau ist das ein großer Vorteil. Sie können zum Beispiel von Hessen aus Häuser in Dresden planen", sagt Baubürgermeister Jörn Marx (CDU).

Bisher waren Form, Größe, örtliche Lage und Nutzung aller 107 000 Dresdner Grundstücke und 162 000 Gebäude in den voneinander getrennten Datenbanken Liegenschaftskarte, Liegenschaftsbuch und Punktdatei abgespeichert. Das neue Amtliche Liegenschaftskatasterinformationssystem, kurz ALKIS, führt die Daten, die bereits seit 2005 digital vorliegen, erstmals zusammen. "Auf diese Weise werden auch Bauvorhaben wie Erdgastrassen beschleunigt, weil die Planer nicht mehr verschiedene Ämter kontaktieren müssen und es durch das bundesweit einheitliche System keine Differenzen an den Landesgrenzen gibt", erklärt die Leiterin des Vermessungsamtes, Klara Töpfer.

Trotz der Vorzüge von ALKIS wird auch bei dem neuen System der Datenschutz groß geschrieben. "Ein Makler kann nicht grundlos einsehen, wer Eigentümer eines Grundstückes ist. Diese Daten geben wir nicht heraus", so Töpfer. Auch die Grundschuld der Grundstücke, die unter anderem in den Niederlanden auf den Karten eingetragen ist, darf hierzulande nicht vermerkt werden. Neben überregionalen Unternehmen aus der Energie-, Telekommunikations- und Logistikbranche gibt es auch in Dresden selbst großes Interesse an den Informationen. "Zu nennen wären hier unter anderem die Technischen Werke Dresden, die jedes Jahr Daten vom gesamten Stadtgebiet erhalten", sagt die Abteilungsleiterin des Liegenschaftskatasters, Birgit Schmidt.

Voraussetzung für alle Anfragen ist ein sogenanntes "berechtigtes Interesse". Ob dies auch für Stadthistoriker gilt, konnten die Verwaltungsexperten auf Nachfrage nicht verbindlich sagen. Sie schlossen es aber auch nicht aus, was zeigt, dass der Begriff des "berechtigten Interesses" wohl recht dehnbar ist.

Die Vorbereitungen für die Einführung des neuen digitalen Systems laufen bereits seit 2006. Damals begannen im Städtischen Vermessungsamt erste Arbeiten für die Umstellung. In die Testphase trat das System 2013 ein. Seit dem 16. März steht es zur Auskunft bereit.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 31.03.2015

Stephan Hönigschmid

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