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Lokales Weniger Geld aus Brüssel: Ausbau des Wissenschaftscampus in Dresden-Gruna steht auf der Kippe
Dresden Lokales Weniger Geld aus Brüssel: Ausbau des Wissenschaftscampus in Dresden-Gruna steht auf der Kippe
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20:37 09.09.2015
"Die politische Entscheidung des Landes, wer wieviel EFRE-Geld bekommt, steht noch aus" - Prof. Volker Kirchhoff, FEP-Direktor Dresden Quelle: Christian Juppe

Das wäre ein Drittel weniger als in der vorherigen Förderperiode.

In den Jahren 2007 bis 2013 hatte der Freistaat noch insgesamt rund vier Milliarden Euro von der EU erhalten. Davon flossen zirka 3,1 Milliarden Euro aus dem "Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung" (EFRE) in über 43 000 Projekte in Sachsen, weitere 872 Millionen Euro für 50 000 Vorhaben kamen über den "Europäischen Sozialfonds" in den Freistaat.

In der Landeshauptstadt sind einige Kürzungsfolgen bereits jetzt spürbar: Weil die Dresdner Fraunhofer-Institute immer erfolgreicher agieren, neue Projekte gemeinsam mit der Wirtschaft angehen und selbst auch Firmen ausgründen wollen, andererseits aber der Wissenschaftscampus in Dresden-Gruna aus allen Nähten platzt, wollten die Forscher diesen Campus eigentlich für 50 bis 60 Millionen Euro gen Norden erweitern. Zwischen Winterberg- und Bodenbacher Straße soll ein neues Zentrum für Energie- und Ressourcen-Forschung (RESET) entstehen, in das auch das Organikelektronik-Zentrum COMEDD aus Klotzsche umziehen soll.

Doch bisher wurden nur etwa zehn Prozent der Investitionsgelder freigegeben und verbaut. Ob aus dem spärlicher gefüllten EFRE-Topf auch die restlichen Millionen freigegeben werden, will das Wissenschaftsministerium jedoch erst entscheiden, wenn die Verteilung der EU-Gelder zwischen den Ressorts ausverhandelt ist. Die Fraunhofer-Gesellschaft habe erheblichen Finanzierungsbedarf angemeldet - gerade für Dresden, teilte das Ministerium auf Anfrage mit.

Dass die Geldflüsse aus Brüssel ab 2014 spärlicher ausfallen würden, war bereits seit geraumer Zeit klar. Grund: Durch die EU-Osterweiterung und die gewachsene eigene Wirtschaftskraft im Freistaat verschieben sich die Förderschwerpunkte der Europäischen Gemeinschaft schrittweise gen Osten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.02.2014

hw

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