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Weniger Asylbewerber: Stadt gibt Wohnungen ab und verbessert Bedingungen

Unterkünfte Weniger Asylbewerber: Stadt gibt Wohnungen ab und verbessert Bedingungen

Die Stadt Dresden will bis Ende 2018 über 1500 Plätze für Asylbewerber abbauen. Da immer weniger Flüchtlinge nach Dresden kommen, wird die 2015 und 2016 rasant aufgestockte Unterbringungskapazität wieder zurückgefahren. Gleichzeitig sollen die Bedingungen in den bestehenden Unterkünften verbessert werden.

Da immer weniger Asylsuchende nach Dresden kommen, baut Dresden weitere Belegwohnungen ab.

Quelle: Archiv

Dresden. Die Stadt Dresden will bis Ende 2018 über 1500 Plätze für Asylbewerber abbauen. Da immer weniger Flüchtlinge nach Dresden kommen, wird die 2015 und 2016 rasant aufgestockte Unterbringungskapazität wieder zurückgefahren. Gleichzeitig sollen die Bedingungen in den bestehenden Unterkünften verbessert werden. So will die Stadt künftig keine Durchgangszimmer mehr belegen. Diese sollen künftig als Notfallreserve dienen.

„Wir haben einen guten und tragfähigen Kompromiss erzielt“, sagt die Beigeordnete für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Wohnen, Kristin Kaufmann. „Es ist uns gelungen, soziale, fiskalische und ökonomische Aspekte unter einen Hut zu bringen.“

Aus 4000 Plätzen sollen 2500 werden

Aktuell verfügt Dresden über 4 078 Plätze, davon 2 456 Plätze in Wohnungen. Nach aktuellen Planungen werden Ende 2018 nur noch 2 576 Plätze benötigt, eine Zahl, die freilich ohne Gewähr ist. Dresden kalkuliert dabei mit 900 neu zugewiesenen Asylsuchenden pro Jahr. Prognosen von Land oder Bund gebe es dazu nicht.

„Die Abmietung der Wohnungen erfolgt schrittweise und mit Augenmaß. Dabei wird auch die Integration der Geflüchteten im bisherigen Wohnumfeld berücksichtigt“, sagt Kaufmann. Wenn Flüchtlinge wollten, könnten sie die bisherigen Belegwohnungen auch als normale Mieter übernehmen. „Vor allem Familien, deren Kinder gut in Kindergarten und Schule integriert sind, sollen davon profitieren“, sagt die Sozialbürgermeisterin, die zudem die Belegung optimieren will. So sollen beispielsweise Geflüchtete, die eine Ausbildung oder Weiterbildung absolvieren, gemeinsam untergebracht werden. Gleiches gilt für Asylsuchende, die beispielsweise im Beruf Einigkeit vorweisen.

Wohnungen gehen auch an Obdachlose

Einen Teil der bisherigen Asylwohnungen will die Stadt zudem für die Unterbringung von wohnungslosen Menschen nutzen. Von „Trainingswohnungen“, spricht Kaufmann hier. Alle übrigen Wohnungen sollen auf den Wohnungsmarkt gegeben werden. „Das verbessert kurzfristig das Angebot im einfachen Segment“, sagt die Bürgermeisterin.

Nachdem 2015 immer mehr Asylsuchende nach Dresden kamen, hatte die Stadt die Unterbringungskapazitäten binnen Monaten massiv aufstocken müssen, um jedem Menschen ein Dach über dem Kopf zu bieten. Inzwischen ist ein Großteil der einstigen Massenunterkünfte längst wieder Geschichte. Seit 2016 hat die Stadt bereits mehr als 2000 Plätze abgebaut.

Von sl

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