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"Wem gehört der Osten?" Vorpremiere mit prominent besetzter Diskussion

"Wem gehört der Osten?" Vorpremiere mit prominent besetzter Diskussion

Die emotionale Frage "Wem gehört der Osten?" ist eines der großen Themen, die sich mit der deutschen Wiedervereinigung stellen. Mit dem Einigungsvertrag wurde ein Prozess in Gang gesetzt, der noch immer andauert - mit zum Teil überraschenden Folgen.

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Sinnbild für den Stadtumbau Ost: Aus bebauten Grundstücken werden Objekte für wilde Süekulationen.

Quelle: Bildgrafik: Hoferichter & Jacobs

Wie wickelt man einen Staat ab, wie überführt man ein in Jahrzehnten gewachsenes wirtschaftliches System in ein anderes und das alles vor dem Hintergrund ganz unterschiedlicher Interessen?

Die Dokumentation "Wem gehört der Osten? - Die Stadt" erzählt von der Transformation großer innerstädtischer Flächen, von spektakulären Grundstücksverkäufen sowie von der Privatisierung hunderttausender Wohnungen, die im sogenannten Volkseigentum standen. Insgesamt soll die Reihe "Wem gehört der Osten?" drei Dokumentationen umfassen. Den ersten Teil "Die Stadt" sendet der MDR am 30. Juni um 22.05 Uhr.

Schon am Mittwoch, 24. Juni, gibt es ein Vorpremiere im Programmkino Ost, dazu eine Diskussionsrunde mit prominenter Besetzung. Die Besucher erwartet eine 45-minütige Erstausstrahlung der Dokumentation und im Anschluss die Diskussion mit Herbert Wagner, Dresdner Oberbürgermeister von 1990 bis 2001, Dietmar Bartsch, Vorsitzender der Linke-Fraktion im Deutschen Bundestag, Heinz Eggert (CDU), sächsischer Innenminister a.D. sowie Burkhard Berndt (Abteilungsleiter der Treuhandanstalt im Direktorat Kommunalvermögen) und Olaf Jacobs, der den Film "Wem gehört der Osten?" produzierte. Moderiert wird der Abend durch den Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, Frank Richter.

Die Folge "Die Stadt" erzählt von der Transformation großer innerstädtischer Flächen, von spektakulären Grundstücken wie den Hackeschen Märkten in Berlin, sowie von hunderttausenden Wohnungen u.a. in Dresden, die im sogenannten Volkseigentum standen. Ost-Großstädte sind heute wieder in; Kapitalanleger aus der ganzen Welt wittern satte Rendite. Der Umsatz mit Wohnimmobilien ist in den neuen Bundesländern seit 2009 um 38 Prozent gestiegen. Wachstum lockt - und Ost-Städte wachsen. Vor allem in kleineren ostdeutschen Städten gibt es einen Trend: Der gemeine Ostdeutsche kauft sich seine Häuser und Grundstücke zurück.

Vorpremiere und Diskussion "Wem gehört der Osten? - Die Stadt", Mittwoch, 24. Juni, 19 bis 21 Uhr, Programmkino Ost, Schandauer Straße 73; Teilnehmerbetrag sechs Euro, Schüler, Studierende, ALGII-Empfänger und Schwerbehinderte sind befreit. Um Anmeldung wird gebeten bei andreas.tietze@slpb.smk.sachsen.de oder telefonisch unter 0351 8531871.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 22.06.2015

hp

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