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Lokales Weisser Ring ruft in Dresden zu mehr Sensibilität für Opfer auf
Dresden Lokales Weisser Ring ruft in Dresden zu mehr Sensibilität für Opfer auf
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14:19 22.03.2017
Andrea Dumbois und Geert Mackenroth hielten auf der Kundgebung des Weissen Rings eine kleine Ansprache. Quelle: Marie Zoë Vanherpe
Dresden

Am Mittwoch ließ der gemeinnützige Verein Weisser Ring über 200 Ballons vor der Dresdner Frauenkirche in den Himmel steigen. Mit dieser Aktion sollte an die zahlreichen Opfern von Gewaltverbrechen erinnert werden.

Mit dem Tag der Kriminalitätsopfer macht der Weisse Ring bereits seit 1991 auf die Menschen aufmerksam, die Verbrechen und Gewalt zum Opfer fallen. Auch in Dresden versammelten sich Mitglieder des Weissen Rings mit Geert Mackenroth (CDU) und Andrea Dubois (CDU) und riefen zu mehr Bewusstsein für Opferbelange auf.

„Es ist wichtig, dass die Sensibilität für Opfer noch weiter ansteigt. Daher ist hier vor allem bürgerschaftliches Engagement gefragt. Schließlich weiß keiner, ob wir bald nicht schon selbst betroffen sind“, so Dubois.

Im letzten Jahr konnte der Weisse Ring allein in Sachsen etwa 800 Betroffenen mit Beratung oder persönlicher Zuwendung unterstützend zur Seite stehen. Auch materielle Hilfe leistete der Verein an 233 Opfer, was in der Summe eine Opferhilfe von bis zu 95.000 Euro ergab.

233 weiße Luftballons stiegen, in Gedenken an Gewaltopfer, in den Himmel. Quelle: Marie Zoë Vanherpe

„Durch meine damalige Tätigkeit als Justizminister ist mir aufgefallen, dass die Opfer leider meist zu wenig im Fokus stehen. Neben den ganzen Bemühungen in den Strafverfahren um die Täter sollten aber vorrangig nicht die Opfer vergessen werden. Diese sind oft mit ihren Sorgen allein oder noch traumatisiert. Daher ist der Weisse Ring eine gute Sache, um gerade ihnen beizustehen und sie auf den Weg zurück in den Alltag zu begleiten“, erklärt Mackenroth.

In Sachsen gibt es 21 regionale Anlaufstellen des Weissen Rings mit rund 150 Mitarbeitern, an die sich Geschädigte wenden können, um Hilfe zu erhalten.

Von Marie Zoë Vanherpe

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