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Lokales Weil Könige keine Steuern zahlen: Jusos für Umbenennung des Carolaplatzes
Dresden Lokales Weil Könige keine Steuern zahlen: Jusos für Umbenennung des Carolaplatzes
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16:23 02.11.2016
Nicht ganz ernst gemeinter Vorschlag: Die Jusos wollen den Carolaplatz am Finanzministerium umbenennen. Könige hätten schließlich nie Steuern gezahlt. Quelle: Privat
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Dresden

Mit einer originellen Begründung haben die Jusos in Dresden die Umbenennung des Carolaplatzes in der sächsischen Landeshauptstadt gefordert. Er ist nach der letzten sächsischen Königin Carola (1833–1907) benannt und wird vor allem vom Gebäude des Finanzministeriums dominiert. An dessen Adresse zielt das Begehren der Jungsozialisten. „Der Name einer Königsgemahlin ist doch keine passende Anschrift für das Finanzministerium. Es gibt in der Geschichte wohl kaum eine Gruppe, die weniger Steuern gezahlt hat, als das damals herrschende Königshaus“, erklärte Juso-Chef Stefan Engel am Mittwoch. Ein solcher Name motiviere „definitiv nicht zum Zahlen von Steuern“.

Statt dessen schlugen die Jusos als Namensgeberin die Sozialistin Clara Zetkin (1857-1933) vor - ein Seitenhieb auf Sachsens Finanzminister Georg Unland. Denn der CDU-Politiker setzt sich seit längerem für die Umbenennung der Clara-Zetkin-Straße in Pirna ein. Dort hat künftig das Finanzamt des Kreises Sächsische Schweiz- Osterzgebirge seinen Sitz. Unland hatte einst durchblicken lassen, dass er eine Zetkin-Straße als Anschrift für weniger geeignet hält.

Unland wollte die Clara-Zetkin-Straße in Waisenhausstraße umbenennen. da die Stadt Pirna dem aber nicht folgte, will der Finanzminister stattdessen eine handballfeldgroße Fläche vor dem künftigen Finanzamt benennen, damit der Name Clara Zetkin nicht zur Adresse des Finanzamtes wird.

dpa/sl

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