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Lokales Weihnachtliche Vesper auf dem Dresdner Neumarkt
Dresden Lokales Weihnachtliche Vesper auf dem Dresdner Neumarkt
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08:11 23.12.2018
Auch im vergangenen Jahr stimmten sich Tausende vor der Frauenkirche gemeinsam auf Heilig Abend ein. Quelle: Foto: Johanniter/Tobias Ritz
Dresden

Nach der Weihnachtlichen Vesper vor der Frauenkirche, die diesmal auf den 4. Adventssonntag fällt und 17 Uhr be­ginnt, wird erstmals das Friedenslicht aus Bethlehem an die Besucher verteilt. Wer es mitnehmen möchte, sollte eine Kerze in einer Laterne oder in ähnlichem Windschutz mitbringen, wie eine Sprecherin der Frauenkirchen-Gesellschaft mitteilte. Das Licht ist ein Symbol für den Weihnachtsfrieden. Jedes Jahr vor Weihnachten entzündet ein Kind es in der Geburtsgrotte von Bethlehem. Per Flugzeug und Zug wird es in über 30 Länder der Welt gebracht.

Die Vesper vor der Frauenkirche gehört zu Dresden inzwischen so fest wie der Striezelmarkt. Zu diesem bundesweit größten regelmäßig gefeierten Gottesdienst werden auf dem Neumarkt wieder Tausende Besucher erwartet.

Weihnachtlich-geistliche Werke werden intoniert

Hören können sie dort Ansprachen des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) und ein geistliches Wort von Carsten Rentzing, dem evangelisch-lutherischen Landesbischof, der die biblische Botschaft von Christi Geburt mit der aktuellen Situation in der Gesellschaft verbindet. Als Mitwirkende auf der Bühne stehen außerdem Christian Behr, Superintendent von Dresden Mitte, Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP), sowie Pfarrerin Angelika Behnke und Pfarrer Sebastian Feydt von der Frauenkirche.

Gestaltet wird die Vesper mit weihnachtlich-geistlichen Werken, die be­kannte Musiker intonieren. So zum Beispiel der Dresdner Motettenchor unter der Leitung von Matthias Jung und das Blechbläserensemble Ludwig Güttler. Die musikalische Gesamtleitung liegt bei Lud­wig Güttler. Außerdem singen Solisten wie Romy Petrick, (Sopran), Annekathrin Laabs (Alt), Egbert Junghanns (Bariton) und Gunther Emmerlich (Bass).

Mit weihnachtlicher Bläsermusik stimmen die Vereinigten Posaunenchöre der Sächsischen Posaunenmission die Besucher bereits von 16 Uhr an ein. Die Musiker reisen dazu aus verschiedenen Orten des Freistaates, einige sogar aus anderen Bundesländern an. Geleitet werden sie von Tilman Peter, dem Landesposaunenwart für die Regionen Dresden und Bautzen. Bei den Advents- und Weihnachtsliedern, die angestimmt werden, sind alle Zuhörer zum Mitsingen eingeladen. Über­tragen wird die Vesper live vom MDR-Fernsehen.

Vespern für 70 000 Euro

Die Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche Dresden organisiert diese vorweihnachtliche Vesper bereits zum 26. Mal. Der Organisationsaufwand und die gestiegenen Sicherheitsanforderungen sind immens. Die Kosten von derzeit rund 70 000 Euro müssen ohne öffentliche Zuschüsse finanziert werden.

Fotorückblick: So schön war die Vesper 2017

Tausende Dresdner haben am Samstagabend die traditionelle Weihnachtliche Vesper vor der Frauenkirche gefeiert. Wir waren mit der Kamera dabei.

1993, als die Kirche noch Ruine war, fanden sich zur ersten geistlichen Feier dieser Art Menschen am Altar zusammen, der unter den Trümmern freigelegt worden war. Seither zählten die Veranstalter weit über 450 000 Besucher insgesamt, Dresdner und Gäste von außerhalb, die bei kälterem oder milderem Wetter ausharrten, um sich bei diesem Höhepunkt der Adventszeit auf Heilig Abend einzustimmen. Mittlerweile ist daraus eine feste Tradition entstanden.

Von Tomas Gärtner

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