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Lokales Weichen „made in Dresden“ kommen nicht nur in Jena gut an
Dresden Lokales Weichen „made in Dresden“ kommen nicht nur in Jena gut an
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12:00 15.07.2016
Thomas Jähnig (i.) vom Jenaer Nahverkehr nimmt eine Weiche ab. Ingolf Hirsch prüft die Kontrollmaße Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Eben stand noch Jena auf dem Zettel. Jetzt ist Chemnitz dran, dann Halle und zwischendrin auch mal Dresden. Die Weichenbauer der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) haben gut zu tun. „Durststrecken wird es auch immer mal wieder geben, das erste Vierteljahr war nicht so rosig“, sagt Weichenbau-Chef Ingolf Hirsch, „jetzt haben wir aber eine sehr gute Auslastung“. Auf dem Werkplatz im DVB-Betriebshof Reick zwischen der Niedersedlitzer Straße und der Mügelner Straße bauen Hirsch und seine Kollegen Gleiskreuzungen, Abzweigungen und neue Weichen nicht nur für die Landeshauptstadt. Sie haben weit über die Grenzen der Stadt hinaus einen guten Ruf. „Der Draht zu den Kollegen in Dresden ist kurz und gut“, sagt Thomas Jähnig, der bei der Jenaer Nahverkehr GmbH für die Infrastruktur zuständig ist. „Gegebenenfalls auftretende kleine Probleme werden sofort bearbeitet“, lobt er Hirsch und dessen Kollegen. „Der Kontakt ist stets freundlich und zuvorkommend“, so Jähnig weiter, „ wie man eben die Dresdner so kennt“.

Dieses Lob dürfte auch in der DVB-Chefetage nicht ungehört bleiben, auf deren Zustimmung Hirsch bei seinen Ausbauplänen hofft. Er würde gern noch eine weitere computergesteuerte Maschine anschaffen, um mehr Aufträge abarbeiten zu können und flexibler zu sein. Dabei denkt der Chef der Weichenbauer auch an den geplanten Ausbau des Stadtbahnnetzes in Dresden. „Wenn bei uns die Arbeit an den Neubaustrecken losgeht, dann können wir nicht mehr so viele Aufträge von außerhalb annehmen“, sagt Hirsch. Zur Zeit beschäftigt die DVB aber vor allem der Ersatz maroder Gleise in der Landeshauptstadt. Sind die bevorstehenden Aufträge aus Chemnitz, Halle und ein weiterer für Erfurt erledigt, bei dem die Dresdner erstmals mit sündhaft teuren sogenannten Kunstholz-Schwellen arbeiten, bauen sie eine neue Gleiskreuzung für Dresden. Sie soll die abgefahrenen Schienen auf der Kreuzung Leipziger Straße/Antonstraße ersetzen. Außerdem hat Hirsch eine Weiche mit Zwillingsgleis für Prohlis, eine Weiche für die Trachenberger Straße und eine Abzweigung für die Kreuzung Weißeritzstraße/Jahnstraße im Auftragsbuch.

In der Werkstatt in Reick arbeiten insgesamt 15 Kollegen. Sie biegen Schienen, montieren Weichen und setzen auf ihrem Werkplatz unter freiem Himmel schließlich ganze Abzweigungen und Kreuzungen zusammen. So, wie für die Auftragsabnahme gestern, bei der Thomas Jähnig aus Jena die neuen Weichen und Abzweigungen für die Universitätsstadt in Thüringen begutachtet hat. „Alles in Ordnung“, bescheinigte er den Dresdnern. Nun können die Teile auf Tieflader gehievt und zum Einbau nach Jena gefahren werden.

Von Christoph Springer

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