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Auto & Verkehr Wehlener Straße in Dresden wird für rund 6,5 Millionen Euro saniert

Umleitungen Wehlener Straße in Dresden wird für rund 6,5 Millionen Euro saniert

Der Ausbau der Wehlener Straße beginnt am Sonnabend. Das rund 6,5 Millionen Euro teure Vorhaben ist der letzte Abschnitt der Achse Borsbergstraße, Schandauer Straße und Wehlener Straße. Und auf ihn haben Stadt und DVB besonders lange warten müssen. Weil zunächst das Fördergeld vom Freistaat fehlte, musste der Baustart um zwei Monate verschoben werden.

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Straßenbahnen, wie hier im Rücken von DVB-Vorstand Lars Seiffert, Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) und Amtsleiter Reinhard Koettnitz (v.l.) werden während der Bauzeit nicht über die Wehlener Straße fahren.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. Der Ausbau der Wehlener Straße beginnt am Sonnabend. Das rund 6,5 Millionen Euro teure Vorhaben ist der letzte Abschnitt der Achse Borsbergstraße, Schandauer Straße und Wehlener Straße, wie Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) sagt. Und auf ihn haben Stadt und Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) besonders lange warten müssen. Weil zunächst das Fördergeld vom Freistaat fehlte, musste der Baustart um zwei Monate verschoben werden, wie Reinhard Koettnitz, Leiter des Straßen- und Tiefbauamts sagt.

Wobei das auch ein bisschen geflunkert ist. Viel eher hätten die Bauleute die gut einen Kilometer lange Strecke zwischen der Ankerstraße und der Schlömilchstraße kaum in Beschlag nehmen können. Schließlich haben die Sanierungsarbeiten auf der als Entlastungsstrecke benötigten Tolkewitzer Straße erst am Donnerstag geendet. Die Fahrbahnsanierungen auf der für den Umleitungsverkehr benötigten Schaufuß- und Berggießhübler Straße gehen gar erst am Freitag zu Ende.

Bis zum Jahresende ist die Erneuerung der Wehlener Straße im Stile der vorangegangenen Abschnitte auf Borsberg- und Schandauer Straße geplant, wobei die Bauleute bis zu sechs Meter tief graben müssen, um sämtliche Leitungen unter der Straße neu verlegen zu können, wie Baubürgermeister Schmidt-Lamontain sagt. Gleichzeitig beginnen die DVB an der Schlömilchstraße damit, eine neue Gleisschleife zu errichten, die allerdings erst im Herbst 2018 fertig sein soll. „Dank ihr wollen wir den Straßenbahnverkehr bis zum neuen Schulstandort im früheren Straßenbahnhof Tolkewitz aufrecht erhalten, auch wenn wir in weiteren Abschnitten die Gleise sanieren“, begründet DVB-Vorstand Lars Seiffert.

Die genau im Sanierungsabschnitt befindliche Schulbaustelle diktiert auch den Takt für den Straßenbau. An der Wehlener Straße wird deshalb extra die Straßenbahnhaltestelle Tolkewitz, Urnenhain verlegt, damit die Schüler künftig auf kürzestem Weg von dort auf den Campus für Oberschule und Gymnasium gelangen können. Außerdem werden rund 400 Meter neue Gleise und rund 1400 Meter Oberleitung gezogen. Für die DVB verschwindet eine der problematischsten Stellen im Dresdner Schienennetz. Teilweise durften Bahnen wegen des schlechten Zustands nur noch Tempo 10 fahren oder, wie DVB-Vorstand Seiffert es sagt, „die Bahnen musste hier mehr getragen werden als gefahren “.

In Richtung Laubegast wird der Verkehr in der Bauzeit über die Schaufußstraße, Kipsdorfer Straße, Marienberger Straße und Salbachstraße umgeleitet. Stadteinwärts geht’s über Salbachstraße, Marienberger Straße, Kipsdorfer Straße und Berggießhübler Straße. Die Ampel an der Salbachstraße/Wehlener Straße wird für die veränderten Verkehrsströme programmiert, an den Kreuzungen Schaufußstraße/Kipsdorfer Straße und Kipsdorfer Straße/Marienberger Straße stehen Bauampeln. Außerdem werden die Schaufußstraße, Berggießhübler Straße, Teile der Kipsdorfer Straße, die Marienberger Straße und die Lewickistraße zu Einbahnstraßen. Auf einigen Abschnitten der Umleitungsstrecken kann zudem nicht mehr geparkt werden.

So fährt die Straßenbahn in der Bauzeit

Die Straßenbahnen der Linien 4 und 6 beginnen und enden während der Bauzeit an der Ludwig-Hartmann-Straße. Ab 4. Juli fährt die Ersatzlinie 46 tagsüber (Mo.-Fr. 5-23 Uhr; Sa. 8-23 Uhr; So. 9-22 Uhr) im Viertelstundentakt von der Haltestelle Wasserwerk Tolkewitz wie die „6“ nach Niedersedlitz. Die Ersatzlinie fährt ebenfalls tagsüber im Viertelstundentakt vom Halt Wasserwerk Tolkewitz einen Bogen nach Laubegast und von da in das Stadtzentrum. Die genaue Route: Leubener Straße – Bodenbacher Straße – Zwinglistraße, Stübelallee, Pirnaischer Platz und Dr.-Külz-Ring. Den Lückenschluss zwischen den Haltestellen Ludwig-Hartmann-Straße und Wasserwerk Tolkewitz stellt ein Ersatzverkehrsbus EV46 her, der als Ringlinie über die Kipsdorfer Straße, Tolkewitzer Straße und Altenberger Straße fährt. Ab 22. Dezember sollen dann die Linien 4 und 6 wieder normal verkehren.

In der Kipsdorfer Straße wurde in der Vergangenheit schon die Fernwärme verlegt, damit der Schulcampus bei Inbetriebnahme im Sommer 2018 mit heißem Wasser versorgt werden kann. Dennoch muss die Straße ab dem Frühjahr noch einmal aufgebrochen werden. Sie durchschneidet, wenn man so will, den Schulcampus, weil sie Schulgebäude und Turnhalle voneinander trennt. Um den erwarteten Schülerströmen einen sicheren Übergang zu ermöglichen, soll die Straße verschränkt, eingeengt und begrünt werden. Außerdem soll eine Anhebung der Fahrbahn Autofahrern deutlich machen, dass sie dort besonders auf Fußgänger achten sollen. Eine Fußgängerampel ist nicht geplant. Bis zum Spätsommer oder Frühherbst sollen diese Arbeiten dauern. Amtsleiter Koettnitz hofft, rechtzeitig vor Schulbeginn mit dem Gröbsten fertig zu sein. „Wenn dann noch hier die Presslufthammer gehen, wäre das nicht so schön.“

Von Uwe Hofmann

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