Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Wegen defekter Radreifen fallen 17 von 29 Zügen auf der Strecke Dresden-Zwickau aus
Dresden Lokales Wegen defekter Radreifen fallen 17 von 29 Zügen auf der Strecke Dresden-Zwickau aus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:28 07.12.2016
Mit großen Hoffnungen und neuen Elektrozügen war die MRB im Sommer auf der Strecke Dresden-Zwickau gestartet. Quelle: Archiv/Lars Müller
Dresden

Wer mit der Regionalbahn von Dresden nach Zwickau fahren will, muss derzeit deutliche Einschränkungen in Kauf nehmen. Grund sind technische Mängel an den von der Firma Alstom Transport Deutschland GmbH (ATD) hergestellten Elektrotriebzügen vom Typ Coradia Continental, die seit Sommer von der Mitteldeutschen Regiobahn (MRB) auf der Strecke eingesetzt werden. Derzeit seien nur 12 von 29 Elektrotriebwagen einsatzfähig, teilt eine Sprecherin der Verkehrsverbund Mittelsachsen GmbH mit (VVM). Betroffen ist auch die Strecke Chemnitz-Riesa-Elsterwerda, wo seit Anfang der Woche kein Zug fuhr, nun aber begrenzt wieder der Verkehr aufgenommen werden soll. Auf der Strecke Dresden-Zwickau wird derzeit versucht, so viele Fahrten wie möglich abzudecken. Über die genauen Zeiten wird auf der Internetseite www.mitteldeutsche-regiobahn.de informiert.

Grund für die Malaise sind „Flachstellen und Ausbröckelungen an den Laufflächen der Radreifen, wie die VVM mitteilt. An einer Analyse, warum diese Schäden auftreten, und ihrer Behebung werde bei der Alstom Transport GmbH, die auch mit der Wartung der Fahrzeuge betraut ist, fieberhaft gearbeitet. Zusätzlich treten teilweise auch Störungen in der Türsteuerung bedingt durch Feuchtigkeitseintritt auf. Auch hier sei die Firma ATD aktuell dabei, die Ursachen zu ermitteln.

Für die Dresdner, die mit der Regionalbahn nach Freital und Tharandt gelangen wollen, springt der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) in die Bresche. Er hat über die DB Regio AG veranlasst, dass seit gestern vorerst bis zum Sonnabend mehr S-Bahnen nach Freital und Tharandt fahren, die eine Alternative zu den ausgefallenen Regionalzügen bieten sollen. Sie fahren ab dem Dresdner Hauptbahnhof ab 5 Uhr jeweils zu den Minuten 22 und 37. Ab Tharandt zurück geht es jeweils stündlich zu den Minuten 03 und 54. Es sei leider nicht möglich, einen genau halbstündigen Tag einzurichten, sagt VVO-Sprecher Christian Schlemper. Am Sonnabend startet der dichtere Takt um 9.22 Uhr. Die Züge halten wie die S-Bahn an allen Stationen in Freital und in Dresden-Plauen.

Wie es nach dem Wochenende weiter geht, lasse sich derzeit laut VVO-Sprecher Schlemper schwer einschätzen. Weder ist abzusehen, ob die technischen Probleme bis dahin behoben sind. Noch ist klar, ob die DB Regio die Taktverdichtung dann noch leisten kann. „Wir kommen so langsam in die Zeit, in der die Mitarbeiter ihren Weihnachtsurlaub nehmen.“ Dann werde es schwierig, die zusätzlichen Fahren zu gewährleisten.

Von Uwe Hofmann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das Landesamt für Archäologie hat am Mittwochnachmittag zu einer öffentlichen Führung durch die Quartiersgrabung hinterm Kulturpalast eingeladen. Die Resonanz ist groß. Bei vielen bleibt vor allem eine Frage: Was bleibt von all den Zeugnissen der Dresdner Stadtgeschichte erhalten?

08.12.2016

Visuelle Zeitreisen und Ausflüge in ferne Welten – die 360-Grad-Panoramen des Künstlers Yadegar Asisi sind Besuchermagnete. Seit 2006 ließen sich allein im Dresdner Panometer rund 1,5 Millionen Menschen zu Ausflügen ins 18. Jahrhundert oder die Antike verführen.

07.12.2016

Einen Spendenscheck über 10.000 Euro haben die vier Dresdner Rotary-Clubs am Dienstag an das Kinder- und Jugendhaus „Kolombo“ übergeben. Mit dem Geld soll ein Übersetzer finanziert werden. Im „Kolombo“ leben 28 Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren zusammen. Das Besondere dabei ist, dass es sich um Dresdner Jugendliche und unbegleitete junge Flüchtlinge handelt.

07.12.2016