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Lokales Was soll in den Kulturpalast, wenn die „Dresden Information“ nicht einzieht?
Dresden Lokales Was soll in den Kulturpalast, wenn die „Dresden Information“ nicht einzieht?
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15:03 10.10.2015
Vor der Sanierung hatte die Dresden-Information ihren Sitz im "Kulti". Quelle: Jane Jannke
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Dresden

Der Ausbau des Kulturpalastes läuft planmäßig. Das erklärte gestern Thomas Puls, Projektleiter des Bauherrn Kommunale Immobilien Dresden GmbH und Co KG (KID). Die KID habe bislang Bauleistungen in Höhe von rund 51 Millionen Euro ausgeschrieben und beauftragt. Etwa 17 Millionen Euro seien bereits verbaut worden. Die Gesamtkosten für die Bauarbeiten an der Stadthalle betragen rund 82 Millionen Euro. Puls geht davon aus, dass sowohl der Kostenrahmen als auch der geplante Eröffnungstermin Ende März 2017 gehalten werden können. „Wir liegen im Limit.“

Eine der wenigen offenen Fragen wollen die Grünen im Stadtrat jetzt beantwortet wissen. „Wir werden einen Eilantrag einreichen, in dem es um zwei Baustellen geht“, kündigte Fraktionsvorsitzende Christiane Filius-Jehne gegenüber DNN an. Baustelle eins: Die „Dresden Information“ will nicht zurück in den Kulturpalast ziehen (DNN berichteten). Die Stadt erarbeitet gerade die Neuvergabe des Anlaufpunktes für Touristen ab 2017. Baustelle zwei: Wenn die „Dresden Information“ nicht in den Kulturpalast zurückzieht, muss es Alternativen geben.
Filius-Jehne spricht sich dafür aus, dass die Stadt die Ausschreibung der „Dresden Information“ nicht mit dem Standort Kulturpalast verknüpft. „Es werden sich mehrere Interessenten bewerben. Ich habe noch niemanden gesprochen, der unbedingt in den Kulturpalast einziehen will“, so die Fraktionsvorsitzende. Die jetzigen Betreiber haben Räume im noblen Quartier F an der Frauenkirche gemietet und sind dort zufrieden. „Sie haben dort sehr gute Erfahrungen gemacht.“

Die Räume zur Schlossstraße im Kulturpalast brauchen aber einen neuen Mieter, wenn die „Dresden Information“ nicht einzieht. Filius-Jehne will die KID beauftragen, alternative Nutzungskonzepte vorzulegen. Dabei soll auch die „G-Frage“ gestellt werden: Ist eine gastronomische Nutzung möglich?

330 000 Euro Mehrkosten würden anfallen, wenn eine Gaststätte in die Räume eingebaut werden sollte, erklärte KID-Geschäftsführer Axel Walther auf DNN-Anfrage. Viel Geld, weiß die Grünen-Fraktionsvorsitzende. „Wir sind uns einig, dass wir keine zusätzlichen Mittel in die Hand nehmen wollen“, erklärte sie. Vielleicht könne aber ein Gastronom die Investitionskosten übernehmen und dafür einen Mietnachlass erhalten. Schließlich seien bei gastronomischen Einrichtungen deutlich höhere Mieten üblich, als die „Dresden Information“ zahlen würde.

„Es gibt durchaus Anfragen von Mietinteressenten, die in Richtung Galeriefläche, Präsentation von Baukunst oder Vermarktung von Musikinstrumenten geht“, so der KID-Geschäftsführer. Letztlich benötige er einen Mieter, der zum Kulturpalast passt und in der Lage ist, rund 14 Euro Warmmiete pro Quadratmeter zu bezahlen.

Eile ist laut Filius-Jehne geboten, weil die Arbeiten im Kulturpalast planmäßig voranschreiten und die Bauleute bald wissen müssen, welche Technik in den Räumen der „Dresden Information“ installiert werden soll. „Wenn wir die Ausschreibung der Dresden Information und die Nutzungskonzepte für die Räume erst in allen Ausschüssen diskutieren, sind alle Messen gelesen“, so die Fraktionsvorsitzende. Deshalb soll das Thema auf der nächsten Stadtratssitzung am 29. Oktober behandelt werden. Mit den Kooperationspartnern SPD und Linke habe sie bereits gesprochen, so Filius-Jehne. Jetzt kommt es darauf an, ob Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) den Antrag für eilbedürftig erklärt und zur Behandlung zulässt.

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