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Dresden Lokales Was die Dresdner an ihrer Stadt lieben
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07:03 12.10.2018
Die Kommunale Statistikstelle hat die jüngste Bürgerumfrage ausgewertet. Quelle: Stadt Dresden
Dresden

Die Dresdner lieben an ihrer Stadt vor allem Kultur, Nahverkehr und die Schönheit der Metropole. Besonders negativ empfinden sie hohe Wohnkosten, Pegida und Kriminalität. Das geht aus der aktuellen Bürgerumfrage der Stadt hervor, deren Auswertung die Kommunale Statistikstelle jetzt vorgelegt hat.

Rund 12 900 zufällig ausgewählte Dresdner zwischen 16 und 90 Jahren hatten im Frühjahr einen Fragebogen für die 13. Kommunale Bürgerumfrage erhalten. Mit 3974 Antworten lag die Rücklaufquote bei 30,9 Prozent. Seit 2010 nimmt der Rücklauf bei der im Zwei-Jahres-Rhythmus angelegten Umfrage jeweils um zwei bis drei Prozentpunkte ab.

In diesem Jahr wurden die Dresdner erstmals gefragt, welche drei Dinge ihnen an ihrer Stadt besonders gefallen. Zu dieser Frage äußerten sich 3320 Personen, 83,2 Prozent aller Umfrageteilnehmer. Die Antworten ordneten die Statistiker 55 Kategorien zu und fassten davon wiederum ähnliche Kategorien in 17 Gruppen zusammen. Aspekte mit besonders wenigen Nennungen tauchen unter „Sonstiges“ in der Statistik auf. Ganz vorn landeten Kultur und Tourismusangebote. 59 Prozent der Dresdner hatten diese beiden Kategorien bei ihren Lieblingsdingen dabei.

Die Dresdner lieben an ihrer Stadt vor allem die Kultur, den Nahverkehr und die Schönheit. Quelle: Kommunale Statistikstelle/Grafik: A. Eylert

46 Prozent nennen den Nahverkehr und die Arbeit der Dresdner Verkehrsbetriebe als besonders lobenswert. Dahinter rangiert dann praktisch die Schönheit der Stadt: 41 Prozent der Dresdner nennen Natur und Landschaft 29 Prozent das Stadtbild als einen ihrer drei Favoriten.

Die übrigen Gruppen folgen dann schon mit größerem Abstand. Lediglich einem Prozent der Befragten gefallen Dinge, die zur Gruppe „Pegida, Patriotismus, Nationalismus“ passen.

Das korrespondiert mit den Antworten auf die Frage, was den Dresdnern an ihrer Stadt am wenigsten gefällt. Zum dritten Mal seit 2014 fragten die Statistiker die Einwohner, welche die drei größten Probleme in ihrer Heimatstadt sind. 3323 Personen beantworteten diesen Punkt auf dem Fragebogen (83,3 Prozent). Die genannten Probleme fassten die Fachleute in der Kommunalen Statistikstelle in 94 Kategorien zusammen, von denen sie ihrer Auswertung die Top 10 vorlegten. Hohe Mieten und Immobilienpreise führen die Negativ-Rangliste an. 25 Prozent der Dresdner nennen diese Themen. Zählt man die acht Prozent dazu, die ein zu geringes Wohnungsangebot als Problem benennen, dann vergrößert sich der Vorsprung des Problembereichs Wohnen noch deutlich.

Pegida ist für die Dresdner eines der größten Probleme der Stadt, lediglich die hohen Wohnkosten sind noch schlimmer. Kriminalität, der Straßenzustand oder die Flüchtlingsproblematik rangieren erst dahinter. Quelle: Kommunale Statistikstelle

Hinter Mieten und Immobilienpreisen rangiert bereits Pegida mit einer Quote von 19 Prozent, das islam- und fremdenfeindliche Bündnis ist für die Dresdner damit ein größeres Problem als die Kriminalität in der Stadt, die von 14 Prozent der Befragten als eines der drei größten Probleme der Stadt genannt wird.

13 Prozent der Bürgerinnen und Bürger sind der Ansicht, dass Dresden ein Problem mit Rechtsextremismus und Ausländerfeindlichkeit hat. Zu dieser Kategorie zählen auch Neonazi-Aufmärsche, der Umgang mit Andersdenkenden sowie Intoleranz und Rassismus. Die sich anschließenden Probleme unterscheiden sich in der Häufigkeit ihrer Anteile teils nur marginal. Für je etwa zehn Prozent ist das Fahrradwegesystem verbesserungsfähig, die allgemeine Verkehrssituation problematisch und der Straßenzustand schlecht.

Die Problem-Frage wird seit 2014 gestellt. 2016 schoss das Thema Pegida nach oben und brachte es auf 32 Prozent. So wie die Präsenz des Bündnisses zurückging, so ging auch die Wertung als Problem zurück. Im Gegenzug erhöhten sich die Angaben zu fast allen anderen Problemfeldern wieder, die zwischenzeitlich von Pegida verdrängt worden waren. Inzwischen ähnele das Problemempfinden wieder mehr dem Jahr 2014, damals spielte allerdings Pegida noch keine Rolle. Diesem Auf und Ab nicht gefolgt sind die Bewertungen der Probleme Kriminalität und Rechtsextremismus. Straftaten kamen 2014 auf 12 Prozent der Nennungen, jetzt bringt es das Thema auf 14 Prozent wie 2016. Der Rechtsextremismus wurde 2014 lediglich von fünf Prozent der Dresdner als eines der drei größten Probleme gesehen, 2016 waren es acht und in diesem Jahr bereits 13 Prozent der Befragten.

Von Ingolf Pleil

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