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Lokales Was 2018 für die Dresdner alles teurer wird
Dresden Lokales Was 2018 für die Dresdner alles teurer wird
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09:15 02.01.2018
Was haben die Dresdnerinnen und Dresdner vom Jahr 2018 zu erwarten? In welchen Bereichen steigen die Preise, wo bleiben Abgaben stabil, welche großen Vorhaben werden in Angriff genommen? Wir zeigen eine kleine Auswahl auf: Quelle: dpa-Zentralbild
Dresden

Was haben die Dresdnerinnen und Dresdner vom Jahr 2018 zu erwarten? In welchen Bereichen steigen die Preise, wo bleiben Abgaben stabil, welche großen Vorhaben werden in Angriff genommen? Wir zeigen eine kleine Auswahl auf:

Versorgung/Entsorgung

Der Strompreis könnte im Frühjahr leicht sinken, erklärte Gerlind Ostmann, Sprecherin der Dresdner Stadtwerke (Drewag). Die Preise für Erdgas und Trinkwasser bleiben stabil. Gleiches gilt für die Abwassergebühr, für die 2018 keine Erhöhung geplant ist. Dafür hat der Stadtrat im November mit der „Satzung zur Änderung der Satzung über die Erhebung der Gebühren für die Abfallwirtschaft“ die Abfallgebühren angehoben.

Parken

Das Parken auf städtischen Parkplätzen wird 2018 teurer. Eine entsprechende Vorlage soll im Januar in den Geschäftsgang des Stadtrats gehen, kündigte das Straßen- und Tiefbauamt an. In den besten Lagen wird die Stunde künftig 2 Euro statt 1,50 Euro kosten, der Tagestarif steigt von sechs auf acht Euro. In der Zone 2 sind 1 Euro pro Stunde statt 50 Cent geplant und 4 statt 3 Euro pro Tag. Der Stadtrat muss den Plänen zustimmen, so dass die Gebühren wohl frühestens ab April steigen werden.

Bus und Straßenbahn

Auch hier wird es teurer, und zwar ab 1. August. Dann kostet die Einzelfahrt 2,40 Euro statt 2,30 Euro. Auch die Inhaber von Monatskarten müssen tiefer in die Tasche greifen.

Kinderbetreuung

Jedes Jahr zum 1. September legt die Stadt die gestiegenen Betriebskosten auf die Elternbeiträge um. Für 2016 haben sich Erzieherinnen und Erzieher eine Lohnerhöhung erkämpft. Das schlägt in diesem Jahr zu Buche, so dass die Eltern deutlich mehr für die Betreuung ihrer Kinder hinblättern werden müssen. Auch hier muss der Stadtrat der entsprechenden Vorlage aus der Verwaltung noch zustimmen.

Steuern

Bei den wenigen Steuern, die die Kommune erheben darf, bleibt alles beim Alten. Weder Grund- noch Gewerbesteuer werden steigen, auch die Beherbergungssteuer wird 2018 nicht verändert. Hier könnte der Satz von derzeit 6,6 Prozent des Zimmerpreises ab 2019 auf sechs Prozent gesenkt werden.

Stellplätze

Neben der Erhöhung der Parkgebühren das zweite große Vorhaben aus dem Haus von Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen), das oft angekündigt, aber noch nicht vorgelegt wurde. Die Stadt kann selbst festlegen, wie viele Stellplätze bei Neubauvorhaben vom Investor geschaffen werden müssen. Bisher galt die Quote von einem Parkplatz pro Wohnung. Angesichts eines geänderten Mobilitätsverhaltens gilt diese Regelung als nicht mehr zeitgemäß, Investoren verweisen regelmäßig auf teuer gebaute Tiefgaragen, die zu großen Teilen leer stehen. Die Verwaltung hat darauf reagiert und will die Quote senken. Die Entfernung zu ÖPNV-Angeboten, Fahrradabstellmöglichkeiten und Ladesäulen für Elektroautos sollen berücksichtigt werden.

Verkehr

Das Blaue Wunder verliert wegen Bauarbeiten zeitweise einen Fahrstreifen, auf der Albertstraße könnten zu Lasten des Kfz-Verkehrs Radstreifen entstehen. Die Umsetzung des Radwegekonzeptes wird fortgesetzt, ebenso die Sanierung der Augustusbrücke.

Politik

Es wird die Ruhe vor dem Sturm: Die Kommunalwahl im Mai 2019 und die Landtagswahl im September 2019 werfen ihre Schatten voraus. Die Parteien arbeiten an ihren Kommunalwahlprogrammen, einige werden bereits Ende 2018 ihre Kandidaten für Stadtratswahl und Direktwahl der Ortsbeiräte aufstellen. Die rot-grün-rote Stadtratskooperation wird trotz gelegentlicher Streitigkeiten Dresden weiter regieren und im Dezember den Doppelhaushalt für 2019/2020 beschließen.

Wohnungsbau

Im Juni oder Juli gibt es die ersten beiden Grundsteinlegungen für kommunale Wohnungen. Dresden steigt mit der Wohnungsbaugesellschaft „Wohnen in Dresden“ in den sozialen Wohnungsbau ein.

Neumarkt

Im Frühjahr wird der erste Spatenstich für Quartier III/2 gefeiert, für das „Grüne Gewandhaus“ beginnen die Pflanzarbeiten. Damit werden die Grundlagen dafür gelegt, dass der Wiederaufbau von Dresdens historischem Zentrum bis 2021 abgeschlossen ist.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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