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Warten auf den Schnee für den Ski-Weltcup in Dresden

Sport und Spaß Warten auf den Schnee für den Ski-Weltcup in Dresden

Warten auf den Schnee heißt es derzeit in Dresden. Bislang ist die Piste für den Ski-Weltcup am Elbufer vor barocker Kulisse noch ein mehr oder weniger grünes Band. Doch das wird sich ändern, egal wie das Wetter wird.

In 14 Tagen soll die Weltelite am Elbufer auf Ski ihre Runden drehen.

Quelle: Archiv/Stadtverwaltung

Dresden. Das Warten hat bald ein Ende: Noch ist die Rennstrecke für den ersten Ski-Weltcup in Dresden ein grün-braunes Band. Doch das wird sich ändern. Der Wetterbericht spielt dabei allerdings nur eine untergeordnete Rolle.

Die Aussichten sind bislang trübe. Bei wetter.de gibt für die nächsten 14 Tage keine einzige Prognose für Temperaturen von minus drei Grad oder weniger. Am zweiten Januar-Wochenende soll die Weltelite beim Ski-Weltcup am Elbufer ihre Runden drehen.

Der Skilanglauf-Weltcup des Internationalen Skiverbandes FIS in Dresden findet am 13. und 14. Januar 2018 auf einer 1,4 Kilometer langen Strecke direkt am Elbufer zwischen Japanischem Palais und Carolabücke statt. Nach dem Weltcuprennen können Schulklassen die präparierte Langlaufstrecke für ihren Schulsport nutzen. Am 20. und 21. Januar findet der Internationale Sachsen-Cup statt – die Meisterschaft des Ski-Nachwuchses. Insgesamt planen die Veranstalter, zwei Dresdner Sportjournalisten, mit einem Jahresetat von 1,2 Milllionen Euro. Jeweils 300 000 Euro kommen vom Freistaat und von der Stadt Dresden. In der Landeshauptstadt haben selbst die Grünen die Veranstaltung gegen Kritik aus dem Erzgebirge verteidigt. Die Wettkampfstätten könnten mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß erreicht werden, hieß es. Die Eintrittskarten dienten als Ticket. Das verbessere die Ökobilanz, meinen die Grünen. Ein Hintertürchen ließen sie sich allerdings offen. Die Veranstalter müssen nach dem Event die ökologischen Auswirkungen bilanzieren.

Dafür wird natürlich das Wetter eine entscheidende Rolle spielen. Grundsätzlich kommen Veranstalter der Weltcups wohl nicht umhin, Kunstschnee einzusetzen. Dies gilt als beste Möglichkeit, um an allen Austragungsorten für vergleichbare Bedingungen zu sorgen. Auf dem Flughafen Dresden stehen dafür unter anderem Schneekanonen bereit, die das weiße Pulver auf Vorrat produzieren können. Dafür wären aber Temperaturen unter drei Grad minus notwendig.

Obwohl dies in den nächsten Tagen kaum zu erwarten ist, bleiben die Veranstalter gelassen. „Es läuft alles nach Plan und wir arbeiten auf Hochtouren in Richtung unserer Premiere“, erklärte Viktoria Franke, Sprecherin der Veranstaltergesellschaft City-Ski Gmbh. Der Kartenverkauf sei „sehr gut“ angelaufen. „Es sind nur noch wenige Resttickets verfügbar.“ Auf die Schneekanonen am Flughafen ist die Gesellschaft gar nicht angewiesen. „Die Schneeproduktion hat bereits im November begonnen und die ersten Berge Schnee produziert“, erläutert Franke gegenüber DNN. „Wir produzieren ungefährdet von Plusgraden mit der Snow-Factory, die auch bei plus 15 Grad noch Schnee produzieren kann.“ Die Maschine stelle den Schnee „direkt aus Wasser ohne jegliche Zusätze her“. Das sei dem Veranstalter wichtig, da der Schnee nach dem Auftauen auf den Elbwiesen abfließen wird. Bislang wird mit 4500 bis 5000 Kubikmeter Schneebedarf kalkuliert. Das dürfte zu einer erheblichen Zahl an Lkw-Fahrten durch die Stadt führen, die auf den Elbwiesen enden. Ob es bei der geplanten Menge bleibt und wie viel das kosten wird, ist noch unklar. Der Aufwand hänge letztlich davon ab, „wie viel Schnee wir am Ende produzieren müssen“. Für die ökologischen Kosten gilt das sicher erst recht. Ab 10. Januar soll der Schnee laut Franke am Elbufer aufgetragen werden. Ab Dienstag ist der Elbradweg daher schon gesperrt.

Getestet werden kann der Schnee bereits am kommenden Wochenende. Am 7. Januar wird Sachsens schnellster 100-Meter-Skilanglauf-Sprinter am Flughafen Dresden gesucht – auf einer präparierten Skating-Strecke auf dem Rollfeld. Der Flughafen-Event sei ein Ereignis für alle Sachsen, die gern einmal an einem „irren und außergewöhnlichen Ort sportlich sein wollen“, erklärt Franke. Hierzu sei noch bis 4. Januar im Internet unter skiweltcup-dresden.de die Bewerbung um einen der 30 Startplätze möglich. Franke: „Hier wird der Schnee das erste Mal einer Generalprobe unterzogen.“

Von Ingolf Pleil

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