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Wann baut Dresden denn nun Wohnungen?

DNN-Analyse: Warum bis heute noch nicht ein Neubau entstanden ist Wann baut Dresden denn nun Wohnungen?

Das Ziel ist ehrgeizig. 2500 kommunale Wohnungen sollen es bis 2019 werden, 8000 bis zum Jahr 2025. So erklärt es Linke-Stadtratsfraktionsvorsitzender André Schollbach regelmäßig. Doch bis heute dreht sich noch kein Kran für städtische Wohnungen. Der kommunale Wohnungsbau befindet sich in der Warteschleife.

Vom kommunalen Wohnungsbau findet sich in Dresden derzeit noch keine Spur.

Quelle: dpa

Dresden. Das Ziel ist ehrgeizig. 2500 kommunale Wohnungen sollen es bis 2019 werden, 8000 bis zum Jahr 2025. So erklärt es Linke-Stadtratsfraktionsvorsitzender André Schollbach regelmäßig. Doch bis heute dreht sich noch kein Kran für städtische Wohnungen. Der kommunale Wohnungsbau befindet sich in der Warteschleife.

Wann wird eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft gegründet?

In den nächsten Wochen werden die Gremien des Stadtrats die Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft (Woba) vorbereiten. Die Woba-Vorlage der Stadtverwaltung hat die Dienstberatung von Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) passiert und liegt den Stadträten vor. Sozialbürgermeisterin Kris Kaufmann (Die Linke) rechnet damit, dass der Stadtrat im März die Woba-Gründung beschließt. Dann muss die Landesdirektion Sachsen die Gesellschaft genehmigen. Das kann bis zu zwei Monate dauern, so dass die Woba im Mai 2017 handlungsfähig wäre.

Wird der soziale Wohnungsbau gefördert?

Der Freistaat Sachsen stellt Dresden für nächstes Jahr 20 Millionen Euro für den sozialen Wohnungsbau zur Verfügung. So steht es in einer vom Kabinett verabschiedeten Förderrichtlinie.

Was muss die Stadt tun, um die Gelder zu erhalten?

Die Stadt muss selbst eine Förderrichtlinie erarbeiten, in der sie festlegt, welche Standards beim Wohnungsbau gefördert werden sollen. Wie groß sollen die Wohnungen sein, wie werden sie ausgestattet? Erhalten Sozialwohnungen einen Balkon, Abstellräume und Stellplätze? Fragen, an deren Beantwortung eine Lenkungsgruppe Wohnen unter Hoheit des Stadtplanungsamtes arbeitet. Liegen die Antworten vor, muss der Freistaat die Richtlinie bewilligen. Erst dann fließt auf Antrag das Geld.

Wer kann sich bewerben?

Alle, die Sozialwohnungen bauen. Neben der Woba also auch private Investoren. Für den Neubau einer 60 Quadratmeter großen Wohnung können bis zu 37 800 Euro fließen.

Kann sich die Stadt erst um die Fördermittel bemühen, wenn die Woba gegründet und genehmigt ist?

Um den sozialen Wohnungsbau trotz nicht gegründeter Woba voranzutreiben, hat die Stadt nach einem Stadtratsbeschluss im August einen Vertrag mit ihrer Tochtergesellschaft Stesad GmbH abgeschlossen. Das Unternehmen soll den Bau von 800 Wohnungenauf 14 städtischen Grundstücken planen. Die Unterlagen sollen dann von der Woba übernommen werden.

Wie weit ist die Stesad?

Laut Geschäftsführer Axel Walther sind die ersten sechs Bauvorhaben weit vorangeschritten. Am weitesten sei ein Neubau mit 23 Wohnungen in der Ulmenstraße in Leuben. Aber auch Vorhaben auf der Löbtauer Straße, der Bulgakowstraße in Zschertnitz und in Nickern hätten eine hohe Planungstiefe erreicht.

Was sind die Probleme bei der Planung?

Die ungeklärten Fragen. Ob ein Wohnhaus Balkons haben soll oder nicht, hat Einfluss auf die Fassade und damit auf die Genehmigungsfähigkeit des Bauvorhabens.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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