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Waldspielplatz in Dresden muss weiter um Finanzierung zittern

Jugendhilfe Waldspielplatz in Dresden muss weiter um Finanzierung zittern

Die Zukunft des Waldspielplatzes in der Dresdner Heide bleibt offen. Am Donnerstag entscheidet der Jugendhilfeausschuss über die Vergabe von Fördermitteln für die Jugendhilfe. Zum Waldspielplatz wird der Oberbürgermeister einen Auftrag erhalten. Aber auch andere Projekte haben Sorgen.

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Quelle: Archiv

Dresden. Die Zukunft des Waldspielplatzes in der Dresdner Heide bleibt offen. „Mir ist es wichtig, dass der Oberbürgermeister beauftragt wird, frühzeitig nach einer verwaltungsinternen Lösung zu suchen, damit das Angebot ab September 2017 eine neue Perspektive bekommen kann“, erklärte die Jugendpolitikerin der Grünen, Tina Siebeneicher gegenüber DNN.

Der Jugendhilfeausschuss wird am Donnerstag über eine Empfehlung der Verwaltung zur Verteilung von 35,8 Millionen Euro für Jugendhilfeprojekte in den Jahren 2017/18 entscheiden. Für den Waldspielplatz will die Verwaltung die Förderung ab September einstellen, weil die hauptsächlichen Nutzer nicht zur Altersgruppe der 6- bis 14-Jährigen gehören, für die die Jugendhilfegelder gedacht sind. Stattdessen soll der gleiche Träger im Jägerpark einen Kinder- und Jugendtreff aufbauen. Das hatte in der Vergangenheit für heftige Diskussion gesorgt. Der Waldspielplatz mit natur- und erlebnispädagogischen Angeboten und zwei Mitarbeiterinnen zur Betreuung ist beliebt, rund 2600 Unterstützer fand bis Dienstag eine Online-Petition zum Erhalt des Angebots. Der Jugendhilfeausschuss wird aller Wahrscheinlichkeit nach die Verwaltung beauftragen, nochmals nach einer ämterübergreifenden Finanzierung zu suchen. Das ist in den letzten Jahren schon einmal gescheitert. Kritiker sagen, weil das Anliegen vom Jugendamt nicht konsequent genug betrieben worden sei. Es ist allerdings auch unschwer abschätzbar, wie groß die Begeisterung in anderen Ämtern gewesen sein wird. Der Jugendhilfeausschuss wird nun praktisch für den jugendhilflichen Förderanteil Gelder bereitstellen. „Wir haben ein Drittel der benötigten Gelder in einem Entwicklungsfonds gebunden, die Bereitschaft unsererseits ist also da“, erklärte Ausschussmitglied Siebeneicher. Ihr Ausschusskollege Tilo Kießling (Linke) stellt klar: „Der OB muss seiner Verantwortung gerecht werden, dass der Prozess in der Verwaltung auch zum Ziel führt.“

Sorgen um die Förderung macht sich unter anderem aber auch die Treberhilfe. Sie hat sich beispielsweise mit dem Busprojekt „Jumbo“ um Jugendliche in Problemlagen gekümmert, die größtenteils auf der Straße leben. Seit einem Jahr gebe es dafür schon keine Förderung mehr, nun seien auch Stellen in anderen Angeboten in Gefahr. Überdies werde auch die Skatehalle als sportliche Jugendhilfe nicht weiter zur Förderung vorgeschlagen. Die Treberhilfe Dresden e.V. benötigte „ihre Fürsprache und Unterstützung für eine attraktive und zielgruppenorientierte Jugendarbeit in der Dresdner Neustadt und für junge Menschen die am Rande unserer Gesellschaft stehen sowie für die Fun-Sport-Halle, die junge Menschen zu Aktionen und zur Beteiligung motiviert“, heißt es in einem Schreiben von Dieter Wolfer, Geschäftsführer der Treberhilfe, an Stadträte und Ausschussmitglieder.

Nach den Verhandlungen im Ausschuss gebe es auch für die Treberhilfe einen Kompromiss, erklärte Siebeneicher. Das mobile Angebot werde eingestellt, weil es vor allem Obdachlose über 27 Jahre erreiche und somit nicht mehr in den Bereich der Jugendhilfe falle. Aber die Gebäude- und Bewirtschaftungskosten des Kontaktladens, den die Treberhilfe in der Neustadt betreibt, würden weiter finanziert und nicht auf null gesetzt, wie vom Jugendamt vorgesehen.

Petition für den Waldspielplatz: petition/online/fuer-den-erhalt-des-jugendhilflichen-angebots-waldspielplatz-albertpark

Von Ingolf Pleil

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