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Lokales Vorübergehender Abbruch: Dresden-Balkan-Konvoi startet erneut am 15. Dezember
Dresden Lokales Vorübergehender Abbruch: Dresden-Balkan-Konvoi startet erneut am 15. Dezember
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16:36 08.12.2015
Bis zu 5000 Geflüchtete warten bei winterlichen Temperaturen am Grenzzaun. Nur Syrer, Iraker und Afghanen dürfen die Grenze passieren. Quelle: Thomas Kluttig
Dresden/Idomeni

Der Dresden-Balkan-Konvoi hat seine Tour nach Idomeni in Griechenland am Donnerstag vorübergehen einstellen müssen. Die Griechisch-Mazedonische Grenze dürfen seit der vergangenen Woche nur noch Syrer, Afghanen und Iraker passieren. In Idomeni seien nun mehr als 5000 Menschen fast ohne Versorgung. Fünf freiwillige Helfer aus Dresden hatten an der Grenze Sachspenden verteilt.

„Die Menschen sind ausgehungert, sie haben zum Teil seit mehreren Tagen nichts gegessen. Wenn sich ein Fahrzeug nähert, stürmen massenweise Menschen heran. So können wir im Moment unsere Spenden nicht verteilen, ohne uns in ernsthafte Gefahr zu begeben“, erläutert Sonja Thiele, eine Teilnehmerin des Konvois, die derzeitige Situation in Idomeni. Die Geflüchteten sind auf die Hilfe der Anwohner angewiesen.

Eindrücke der zweiten Fahrt des Dresden-Balkan-Konvoi

Seit letzter Woche ist ein erster Todesfall zu beklagen. Ein junger Marokkaner erlag einem elektrischen Schlag, als er versuchte, in einen Eisenbahnwaggon zu gelangen. Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR hatte sich aus Sicherheitsgründen ebenfalls zwischenzeitlich aus Idomeni zurückgezogen, mittlerweile sind die Helfer aber zumindest tagsüber wieder aktiv. Viele der wartenden Flüchtlinge übernachten unter freiem Himmel.

Seit Anfang November rufen die Initiatoren des Dresden-Balkan-Konvois deshalb zu privaten Kleider- und Sachspenden in Dresden auf. Die Organisation ist eine private Initiative aus Dresden, die Flüchtlingen auf der Balkanroute hilft. Als vergleichsweise kleine Organisation hat der Konvoi den Vorteil, dass er innerhalb weniger Tage oder sogar Stunden reagieren kann. Ein erster Konvoi führte die Gruppe nach Presevo in Serbien. Dort versorgte man mehrere tausend Geflüchtete mit Kleiderspenden und Nahrung. Über Facebook organisierte sich dann zum zweiten Mal ein Konvoi, der am 30. November gen Griechenland startete.

Die Konvoi-Idee macht in Deutschland die Runde

„Nachdem der Künstlerbund Dresden unseren Aufruf verteilte, setzte eine Lawine der Hilfsbereitschaft ein“, freut sich Mitinitiator Axel Steier. „Zuerst wurden vor allem Sachspenden in zwei Annahmestellen abgegeben. Durch unser neu eingerichtetes Spendenkonto können wir jetzt weiter planen, beispielsweise mit mehr Lebensmittelzukäufen für die zum Teil enorm ausgehungerten Menschen.“ Auf Facebook sind immer wieder neue, hilfsbereite Freiwillige im Kontakt mit der Gruppe.

Auch im Rheinland hat man von der Privatinitiative Wind bekommen. Demnächst startet eine Gruppe aus dem Kölner Umland, die dortigen Freiwilligen stehen in engem Kontakt mit der Dresdner Gruppe.

Am 15. Dezember startet der Konvoi erneut nach Griechenland. Sachspenden werden an der Lößnitzstraße 14 in Haus 7 angenommen. Derzeit werden vor allem Zelte und Müsliriegel benötigt. Zudem ist die Gruppe auch auf Geldspenden angewiesen. „Für die optimale Versorgung benötigen wir ca. 500 Euro für Lebensmitteleinkäufe je Tag, das reicht etwa für 2000 Menschen für das Nötigste“, so Steier.

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