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Lokales Vortrag zum Vorgehen der Staatssicherheit gegen Bevölkerung und Künstler 1985
Dresden Lokales Vortrag zum Vorgehen der Staatssicherheit gegen Bevölkerung und Künstler 1985
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10:35 12.11.2015
DNN-Redakteur Ingolf Pleil schildert bei der bis auf den letzten Platz besetzten Veranstaltung die Vorgänge rund um die Semperoper 1985. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Nach achtjähriger Bauzeit wurde die Dresdner Semperoper am 13. Februar 1985 wiedereröffnet. DNN-Redakteur Ingolf Pleil schildert bei einem Vortrag gestern Abend in der Außenstelle der Stasi-Unterlagenbehörde (BStU) auf der Riesaer Straße das ganze Ausmaß der Operation. Die Stasi bespitzelte die akkreditierten Journalisten, überwachte die internationalen Gäste und hielt vor allem auch potentielle "Störer" unter Kontrolle. Die "Aktion Semperoper" hatte drei wesentliche Aufgaben: Imagegewinn für die DDR im In- und Ausland mit dem glanzvollen Wiederaufbau historischer Werte, Sicherung der Ehrengäste und DDR-Funktionäre sowie Unterbindung "provokatorischer Vorfälle". Mitarbeiter und Künstler, die einen Ausreiseantrag gestellt hatten, wurden für den 12. und 13. Februar 1985 aus dem Dienstplan aussortiert. Der damalige Intendant Gerd Schönfelder (IM "Hans Mai") leistete einen wesentlichen Beitrag dazu.

Besonders tragisch war laut Pleil der Fall einer Opernsängerin. Sie hatte 1984 einen Ausreiseantrag gestellt. Um dem Nachdruck zu verleihen, ging die ganze Familie im September 1984 in die BRD-Botschaft in Prag. Doch es nützte nichts, im Januar 1985 musste sie wieder in die DDR zurückkehren. Die Stasi sorgte dafür, dass die Frau am 13. Februar nicht "demonstrativ in Erscheinung treten kann".

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