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Lokales Vortrag in der Gedenkstätte Münchner Platz über Inoffizielle Mitarbeiter in DDR-Gefängnissen
Dresden Lokales Vortrag in der Gedenkstätte Münchner Platz über Inoffizielle Mitarbeiter in DDR-Gefängnissen
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10:52 15.12.2015
Bewusst schürte die Stasi in den Gefängnissen der DDR mit dem Einsatz von Spitzeln Misstrauen zwischen den Häftlingen und gegenüber Aufsehern. Quelle: Matthias Hiekel, dpa
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Dresden. Jeder 20

Häftling in DDR-Haftanstalten war im Jahr 1989 als Inoffizieller Mitarbeiter (IM) der Staatssicherheit verpflichtet. "Manche wurden mit einem Päckchen Tee bezahlt", erklärt Tobias Wunschik aus der Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen in Berlin. Morgen spricht er in der Gedenkstätte Münchner Platz in Dresden über die teilweise perfiden Methoden der Stasi im Umgang mit Häftlingen. Besondere Umstände galten sowohl für die Anwerbung von Inoffiziellen Mitarbeitern (IM) unter den Gefangenen als auch für die Auswirkungen ihrer Berichte. Je nach Inhalt konnten diese zur Verlängerung der Haft oder sogar zur erneuten Verurteilung von Mithäftlingen führen.

Spitzel, die aus eigenem Antrieb spionierten, wurden von den Betroffenen als "Zinker" bezeichnet. Wer dagegen mit einem Spitzelauftrag versehen von einer Zelle in die nächste verlegt wurde, hieß im Häftlingsjargon "Zellenrutscher". "Wer aufflog, musste teilweise um sein Leben bangen", schildert Wunschik die damalige Situation. Teilweise seien die Gefangenen für die Spitzeltätigkeit mit der Aussicht auf Verkürzung ihre Strafe geködert worden. Ob es diesen Strafrabatt dann tatsächlich gab, ist eine ganz andere Fragen, denn eigentlich war das nach den Dienstvorschriften verboten. Teilweise denunzierte die Stasi sogar politische Häftlinge als Spitzel, um sie für die Zeit nach ihrer Ausreise in die BRD in der Szene zu verbrennen. Besonders begehrt als Spitzel waren die Aufseher, weil sie beide Seiten im Auge haben konnten.

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