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Lokales Vorstände des Dresdner Ausländerrats treten zurück
Dresden Lokales Vorstände des Dresdner Ausländerrats treten zurück
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14:19 25.01.2018
it sofortiger Wirkung sind die bisherige Vorstandsvorsitzende des Ausländerrates In Am Sayad Mahmood sowie ihr Stellvertreter Professor Martin Gillo von ihren Posten zurückgetreten.   Quelle: Carola Fritzsche (Archiv)
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Dresden

 Mit sofortiger Wirkung sind die bisherige Vorstandsvorsitzende des Ausländerrates In Am Sayad Mahmood sowie ihr Stellvertreter Professor Martin Gillo von ihren Posten zurückgetreten. Das teilte der Dresdner Verein am Mittwoch offiziell mit. Unterschiedliche Meinungen über das „Bündnis gegen Rassismus“ in Dresden stehen anscheinend hinter dem Rücktritt. "Unser Vereinsvorstand hatte sich hier im vergangenen Jahr gegen einen Eintritt in das Bündnis entschieden“, teilte Ausländerrat-Geschäftsführer Markus Degenkolb auf Anfrage mit. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und auch die Mitgliedschaft hatten sich mehrheitlich für einen Eintritt starkgemacht.“

Inzwischen ist der Ausländerrat Mitglied des vor einem reichlichen Jahr gegründeten „Bündnis gegen Rassismus“. Insgesamt hat das Bündnis knapp 40 Vereine, Verbände und andere Organisationen als Mitglieder. Der Ausländerrat hat die ehemaligen Vorstände bereits aus dem Internetauftritt entfernt.

Die Sozialarbeiterin In Am Sayad Mahmood wurde 1956 in Bagdad geboren und flüchtete später mit ihrem Ehemann aus dem Irak nach Dresden, wo sie seit 2001 beim Ökumenischen Informationszentrum Dresden im christlich-islamischen Dialog tätig wurde. Für ihr Engagement erhielt sie 2013 den Sächsischen Integrationspreis und 2014 das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Der deutsch-amerikanische Sozialpsychologe und Wirtschaftsmanager Martin Gillo wurde 2016 zum stellvertretenden Vereinsvorsitzenden des Ausländerrates gewählt. Von 2009 bis 2014 war Gillo Sächsischer Ausländerbeauftragter. Zuvor war er von 2002 bis 2004 Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft und Arbeit.

Seit 1990 engagiert sich der Ausländerrat Dresden für die Interessen und Rechte von Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrung in der Landeshauptstadt und der Region. Die hauptamtlichen und rund 130 ehrenamtlichen Mitarbeiter fördern das gesellschaftliche Miteinander durch Kultur-, Jugend-, Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit.

Von tg/hw

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