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Vor Gericht: Verkäuferin griff sich 38.000 Euro aus der Kasse

Juwelier Vor Gericht: Verkäuferin griff sich 38.000 Euro aus der Kasse

„Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“, heißt es in einer Redewendung, die übrigens Lenin zugeschrieben wird. Gut, jetzt hat eine deutscher Juwelierkette mit dem russischen Kommunisten und Revolutionär sicher nicht viel am Hut, aber im Fall Samatha W. hätte man ihm glauben und vielleicht doch genauer hinschaue sollen.

 
 

Quelle: dpa

Dresden.  „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“, heißt es in einer Redewendung, die übrigens Lenin zugeschrieben wird. Gut, jetzt hat eine deutscher Juwelierkette mit dem russischen Kommunisten und Revolutionär sicher nicht viel am Hut, aber im Fall Samatha W. hätte man ihm glauben und vielleicht doch genauer hinschaue sollen, was die junge Dame so treibt. Das hätte dem Unternehmen einen Schaden von 38 308,20 Euro erspart und der 24-Jährigen vielleicht den Platz auf der Anklagebank im Amtsgericht.

In knapp zwei Jahren hatte die Verkäuferin und Kassiererin 211 Mal in die Kasse gegriffen und keiner hat es bemerkt. Der Trick von Samantha W.: Sie fingierte Rückläufe und Neuverkäufe und steckte sich jeweils den Differenzbetrag ein. Ein Beispiel: Eine Kundin kauft eine Kette für 1000 Euro und geht glücklich aus dem Laden. Das Schmuckstück taucht in der Realität nie wieder im Geschäft auf. Jetzt tritt die Angeklagte in Aktion. Sie simuliert eine Rückgabe der Kette, gibt das in die Kasse ein und reicht einer fiktiven Kundin, dafür einen angeblichen Gutschein in Höhe von 1000 Euro aus. Dann fingiert sie einen Neuverkauf der nichtvorhandenen Kette, die jetzt als gebrauchtes Stück billiger verkauft wird – sagen wir für 900 Euro. Auch das wird in die Kasse eingegeben – die Differenz von 100 Euro steckt sie ein. Das klingt kompliziert, war aber offenbar ganz einfach, sonst hätte es nicht so lange funktioniert. Kaum zu glauben, dass das niemandem aufgefallen ist. Erst als im März dieses Jahres eine wirkliche Rabattaktion in dem Juweliergeschäft stattfand und sich jemand die Buchungen genauer ansah, viel der Schwindel auf und sie verlor ihren Job.

Die 24-Jährige räumte die Vorwürfe mit Tränen in den Augen ein. Sie habe private Probleme gehabt, deshalb in die Kasse gegriffen und das Geld dann im Casino verspielt. Eine seltsame Art der Konfliktbewältigung. „Ich habe den Überblick verloren und einfach weitergemacht. Als ich die Summe hörte, war ich geschockt.“ Die Angeklagte, die nicht vorbestraft ist, wurde wegen Betruges zu zwei Jahren verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurden. Zudem muss sie 100 soziale Arbeitsstunden leisten und sie muss sich um die Schadenswiedergutmachung kümmern, sonst droht vielleicht noch ein zivilrechtlicher Nachschlag. Eine Schulanerkenntnis hat sie unterschrieben.

Von Monika Löffler

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