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Lokales Handyparken : VW verwundert über Dresdner Alleingang
Dresden Lokales Handyparken : VW verwundert über Dresdner Alleingang
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12:43 11.03.2018
Dresden bastelt an einer eigenen Lösung beim Handyparken.  Quelle: Tobias Ossyra
Dresden

Dresden spielt im Vorstand des Weltunternehmens Volkswagen ab und an eine Rolle, hatte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) jüngst stolz vor dem Stadtrat erklärt. Hilbert will Dresden zu einem innovativen Mobilitäts-Hub entwickeln und die Zukunftsthemen wie automatisiertes vernetztes Fahren in der Stadt bearbeiten – gemeinsam mit dem Innovationspartner Volkswagen und der Gläsernen Manufaktur.

Bei einem anderen Zukunftsthema hat es mit der Partnerschaft bislang noch nicht so gut geklappt. Ab September soll Handyparken in Dresden möglich sein, hatte Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen) jetzt gegenüber DNN angekündigt. Der Eigenbetrieb IT-Dienstleistungen der Landeshauptstadt entwickle gegenwärtig eine mobile App für die Entrichtung der Parkgebühren.

Die Ankündigung sorgte nicht nur im politischen Raum für eine gewisse Irritation. „Wieso erfinden wir in Dresden das Fahrrad neu?“, fragte SPD-Stadtrat Hendrik Stahlmann-Fischer, der die Thematik vorangetrieben hatte. „Mit Verwunderung haben wir gelesen, dass die Landeshauptstadt Dresden eine eigene mobile App für das Handyparken entwickelt“, erklärte jetzt ein Sprecher der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen Sachsen.

Eine solche Initiative wäre aus Sicht von Volkswagen Sachsen eine Insellösung vor allem für die Dresdener Bürger. Für die vielen Touristen, die von außerhalb nach Dresden kommen, würde eine Dresdner App wenig praktikabel sein, weil sich kaum jemand kurzfristig eine Park-App herunterlade, so der Manufaktur-Sprecher.

„Volkswagen Sachsen hat im Rahmen der Kooperation mit der Stadt die eigene Travipay-App angeboten – die sofort verfügbar wäre und seit vielen Jahren technisch erprobt ist. Volkswagen Sachsen hätte ferner die Kosten für Betrieb und Einrichtung der Parkplätze für mindestens zwei Jahre übernommen“, erklärte der Sprecher. Die App des Marktführers Travipay werde derzeit in rund 130 Städten in Deutschland und Europa eingesetzt und hätte den Charme, auch von Auswärtigen genutzt werden zu können.

„Auch eine Sammellösung mit vier weiteren Anbietern von Handypark-Apps hätten wir unterstützt. Ein Alleingang der Stadt in Zeiten der Globalisierung ist wenig touristenfreundlich. Es sollte für die vielen auswärtigen Gäste der Stadt alternativ mindestens eine bundesweit verbreitete App integriert werden“, erklärte der Sprecher der Gläsernen Manufaktur gegenüber DNN.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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