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Lokales Volkshochschule in Sachsen begeht 100-jähriges Jubiläum
Dresden Lokales Volkshochschule in Sachsen begeht 100-jähriges Jubiläum
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15:16 15.02.2019
Das Domizil der Volkshochschule Dresden. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) wird in Zukunft zweimal im Jahr in der Dresdner Volkshochschule (VHS) zu Gast sein. Das konnte am Donnerstag VHS-Direktor Jürgen Küfner bei der Eröffnung einer Ausstellung über „100 Jahre Volkshochschule in Sachsen“ bekanntgeben, die bis zum 28. Februar in der VHS (Annenstraße 10) zu sehen ist.

Kretschmer wird zum einen bei einer VHS-Veranstaltung seine politischen Pläne für das Jahr vorstellen, bei einer zweiten werde eine „gesellschaftliche Gruppe“, so Küfner, Gelegenheit bekommen zu einem „intensiven Gespräch mit unserem Ministerpräsidenten“. Interessenten könnten sich melden.

Bei der Ausstellungseröffnung gestern war Kretschmer auch selbst anwesend – die Präsidentschaft im sächsischen VHS-Verband sei sein Lieblingsehrenamt, sagte er. „Wir brauchen immer mehr Weiterbildungsmöglichkeiten“, betonte Kretschmer. Allein im letzten Jahr seien die Mittel für die Erwachsenenbildung im Freistaat deshalb um 2,5 Millionen Euro erhöht worden. Dabei gehe es um die Finanzierung neuer Formate und neuer Aufgaben. Kretschmer nannte vor allem die Digitalisierung: „Wir wollen die Chancen der Digitalisierung im Freistaat mit beiden Händen ergreifen.“ Außerdem müssten die Volkshochschulen auch Raum bieten für die Auseinandersetzung in der politischen Bildung.

In der Weimarer Verfassung bekannte sich der Staat 1919 erstmals zur öffentlichen Verantwortung für die Erwachsenenbildung. Der Artikel 148 war die Grundlage für die Gründung zahlreicher Volkshochschulen. Die Entwicklung der letzten 100 Jahre beleuchtet nun die Ausstellung im vierten Stock der Dresdner Einrichtung. Sie ist in neun Themenbereiche mit je drei Schautafeln aufgeteilt, darunter auch ein Ausblick auf „VHS 2030“.

Denn „um als Bildungsstätte attraktiv zu bleiben, muss sich die VHS immer wieder neu erfinden“, erklärte Direktor Küfner. Sie stehe in der Tradition der Aufklärung, sehe sich auch als Schule der Demokratie und sei ein Angebot „an alle, auch die Bildungsungewohnten, sich auf Lernprozesse einzulassen“. Die Gesellschaft brauche den mündigen Bürger.

Die Ausstellung wird im Laufe des Jahres in allen 16 sächsischen Volkshochschulen zu sehen sein.

Von Bernd Hempelmann

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