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Vogelgrippe bei toten Wildvögeln in Dresden und der Region nachgewiesen

Gesundheit Vogelgrippe bei toten Wildvögeln in Dresden und der Region nachgewiesen

Nach dem Nachweis der Geflügelpest bei einem toten Tier in Dresden hatte die Stadt schon am Donnerstag einen Sperrbezirk verhängt, am Freitag veröffentlichte sie das zu den Schutzmaßnahmen gehörende Beobachtungsgebiet, das einen größeren Radius hat. Auch im Landkreis Meißen war die Vogelgrippe festgestellt worden.

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Der Sperrbezirk auf Dresdner Stadtgebiet.

Quelle: Stadt

Dresden. Bei einer am Elbufer in Dresden-Kaditz tot aufgefundenen Stockente sowie bei zwei Graugänsen, die in Radebeul und Moritzburg gefunden wurden, ist am 18. Januar 2017 vom Friedrich-Löffler-Institut (FLI) der Verdacht auf den Geflügelpestvirus H5N8 bestätigt worden. Das teilte die Stadt am Donnerstag mit.

Damit sei ein weiterer Ausbruch der Geflügelpest, der das Stadtgebiet Dresden betrifft, amtlich festgestellt. Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt habe die entsprechenden Bekämpfungsmaßnahmen gestartet. Dazu zähle unter anderem die Durchsetzung der Auflagen im Beobachtungsgebiet und Sperrbezirk. So dürfen ohnehin seit November in ganz Sachsen Hühner, Enten, Gänse und andere in Gefangenschaft gehaltenes Geflügel und Vögel anderer Arten nur noch in Ställen gehalten werden. Lebende Tiere und Bruteier dürfen den Bestand nicht verlassen. Jeder, der im Sperrbezirk Geflügel hält, muss dies dem Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt der Stadt anzeigen, wenn es nicht schon erfolgt ist.

Infektionen des Menschen mit H5N8 sind nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) bisher nicht bekannt. Eine Übertragung des Erregers (H5N8) über infizierte Lebensmittel sei theoretisch denkbar, aber unwahrscheinlich. Laut Stadtverwaltung besteht aktuell im Freistaat Sachsen kein Gefährdungspotenzial für den Menschen. Geflügelfleisch und verarbeitete Produkte könnten unbedenklich verzehrt werden. Das Bundesinstitut weist auf allgemeine Hygieneregeln hin: Geflügelspeisen sollten demnach gründlich durchgaren. Das bedeute, dass für mindestens zwei Minuten eine Kerntemperatur von 70 Grad erreicht werden muss. Eier sollten vor dem Verzehr gekocht werden, bis Eiweiß und Eigelb fest sind, also je nach Größe für mindestens sechs Minuten.

Um die aktuellen Fundorte ist ein gemeinsamer Sperrbezirk (Fundorte Dresden und Radebeul) und ein gemeinsames Beobachtungsgebiet (Fundorte Dresden, Radebeul und Moritzburg) eingerichtet worden, um die Ausbreitung der Tierseuche zu verhindern. Diese Areale betreffen einen großen Teil des Stadtgebietes von Dresden. Berührt sind nach der Mitteilung der Stadt die Bereiche: Alt-Leuteritz, Kaditz, Ockerwitz, Brabschütz, Leutewitz, Omsewitz, Briesnitz, Merbitz, Pieschen Süd (z.T.), Cossebaude, Mickten, Stetzsch, Cotta, Mobschatz, Trachau (z.T.), Friedrichstadt, Neuomsewitz, Übigau, Gohlis, Niederwartha, Gorbitz-Nord und Oberwartha.

Rund um den Sperrbezirk (rote Linie) im Dresdner Nordwesten und Radebeul liegt in einem Radius von 10 Kilometern das Beobachtungsgebiet

Rund um den Sperrbezirk (rote Linie) im Dresdner Nordwesten und Radebeul liegt in einem Radius von 10 Kilometern das Beobachtungsgebiet. Ein weiteres Beobachtungsgebiet schließt sich im Landkreis Meißen daran an und geht auf den Tierfund in Moritzburg zurück.

Quelle: Stadt Dresden

Am Freitag reichte die Stadt den Zuschnitt und die Lage des Beobachtungsgebietes nach. Es erstreckt sich in einem 10-Kilometer-Radius um den Fundort in Kaditz. Im Prinzip gehörten alle Stadtteile westlich vom Blauen Wunder, wie Weißer Hirsch, Klotzsche, Weixdorf mit Marsdorf und das gesamte Stadtzentrum sowie der Westen der Stadt dazu, teilte die Verwaltung mit.

Die Stadt wies am Donnerstag bereits darauf hin, dass das Beobachtungsgebiet von den Ausbrüchen am Pratzschwitzer See in Pirna ebenfalls bis zum 23. Januar 2017 aufrecht erhalten werden muss. Wer einen Hund oder eine Katze hält, hat sicherzustellen, dass diese im Sperrbezirk nicht frei umherlaufen. Zuwiderhandlungen gegen die Allgemeinverfügung können als Ordnungswidrigkeiten mit einer Geldbuße von bis zu 30 000 Euro geahndet werden.

Auf den Internetseiten der Landeshauptstadt (www.dresden.de/gefluegelpest), des Friedrich-Loeffler-Instituts (www.fli.bund.de), des Robert Koch-Instituts (www.rki.de) und des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (www.bmel.bund.de) finden sich weitere Hinweise zum Thema Vogelgrippe.

Von Ingolf Pleil

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