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Vier Dresdner Projekte gewinnen bei „Gärten in der Stadt“

Wettbewerb Vier Dresdner Projekte gewinnen bei „Gärten in der Stadt“

Beim sachsenweiten Wettbewerb „Gärten in der Stadt“, der seit 1995 zum 10. Mal stattfand, wurden am Mittwoch in Wilsdruff die Sieger gekürt. 20 Projekte waren eingereicht worden, sechs Preise wurden vergeben – vier davon für Grünanlagen in Dresden.

Die neue Grünanlage zwischen Annenkirche und Schwimmhalle am Freiberger Platz in Dresden
 

Quelle: PR

Dresden. „Es reicht nicht, mit dem Auto ab und an in die Natur zu fahren“, mahnt Werner Eyßer, Präsident des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Sachsen e.V. (VGLS). „Die Menschen in der Stadt brauchen Grünanlagen.“ Denn Grün wirke nicht nur positiv auf Luftqualität und Stadtklima. Es habe auch eine wichtige soziale Funktion für die Bewohner, diene der Erholung, fördere die Begegnung und letztlich die Integration. „In einer Zeit, da Verdichtung Prinzip“ sei, würden Freiflächen zum hohen Gut. So käme einem verantwortungsvollen Freiflächenmanagement bei der Stadtplanung eine besondere Bedeutung zu, so Eyßer weiter.

Herausragende Beispiele kommunaler Grünflächengestaltung wurden am Mittwoch in Wilsdruff gewürdigt. Denn dort fand die Preisverleihung des Wettbewerbes „Gärten in der Stadt“ statt. Er war von besagtem Verband und dem Sächsischen Umweltministerium seit 1995 zum 10. Mal ausgelobt worden. 20 Projekte aus ganz Sachsen wurden diesmal eingereicht, sechs Preise in drei Kategorien und Preisgelder von insgesamt 27 000 Euro vergeben. Vier Preise räumte Dresden ab.

Den 1. Platz in der Kategorie „Freianlagen an öffentlichen Einrichtungen – Grünflächen/Parkanlagen/Stadtplätze errang der neu gestaltete Freiberger Platz nahe der Annenkirche in Dresden. Durch eine Reduzierung der Parkplatznutzung ist ein kleiner Park mit hoher Nutz- und Aufenthaltsqualität entstanden. Die Wegeverbindung zitiere durch ihre fließende, schwingende Form den Lauf des ehemaligen Weißeritz-Mühlgrabens, so Laudator Rüdiger Clausen. Blutpflaumenheister seien zu natürlichen Sonnenschirmen kultiviert, Sitzelemente als Leporello gestaltet worden.

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In der Kategorie „Freianlagen an öffentlichen Einrichtungen – Grünflächen/ Parkanlagen/ Stadtplätze“ bekam den 1. Preis der „Freiberger Platz Dresden-Altstadt“. Mit dem neu gestalteten Platz sei eine attraktive Grünzone im Zentrum von Dresden geschaffen worden, so das Urteil der Jury. Durch die Transformation eines Parkplatzes in einen eigenständigen kleinen grünen Park konnte eine hohe Nutz- und Aufenthaltsqualität für Alt und Jung direkt vor der Schwimmhalle Freiberger Platz geschaffen werden. Darüber hinaus zeichne sich das Projekt neben der innovativen Planung und fehlerfreien Ausführung durch einen sehr guten Zustand in der Pflege aus. Preisträger: LHD/Straßen- und Tiefbauamt als Bauherr, May Landschaftsarchitekten Dresden für die Planung und Kohout’s Garten- und Landschaftsbau GmbH sowie Elstra STRABAG AG Dresden für die Ausführung.

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Sonderpreise in der Kategorie bekamen der Postplatz in Görlitz und der wieder auf Vordermann gebrachte, 1953 durch bürgerschaftliches Engagement errichtete kleine Bürgerpark am Ruscheweg in Dresden-Hellerau. „Durch die Umgestaltung ist es gelungen, aus einer etablierten kleinen, aber schlichten Parkanlage einen echten kleinen Volkspark zu entwickeln“, urteilte die Jury.

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Das Projekt „Hellerau-Parkanlage“ bekam einen Sonderpreis. Die Raumaufteilung des Parks, die Höhenlage über Dresden und die großen Höhenunterschiede im Park selbst wurden bei der Rekonstruktion als großes Potential aufgegriffen, um verschiedene Räume und Funktionsbereiche für verschiedene Nutzer zu schaffen. Rasenflächen sind als Picknickflächen angedacht und Besucher sind mit verschiedenen Sitz- und Balancierelementen zum Spiel eingeladen, ohne jedoch explizit einen Spielplatz einzubauen. Preisträger sind LHD/Amt für Stadtgrün als Bauherr, Blaurock Landschaftsarchitektur Dresden als Planer und LLB GmbH - Garten- und Landschaftsbau Dresden als Ausführender.

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In der Kategorie „Außenanlagen in Wohngebieten oder Erholungsbereiche innerhalb von Gewerbegebieten“ gab es einen 1. Preis und einen Sonderpreis. Beide gingen wieder an Dresdner Projekte. Mit dem 1. Preis wurde die Umgestaltung der „Mittelachse in Dresden-Gorbitz“ ausgezeichnet. Die parallel zur Straßenbahntrasse schon zu DDR-Zeiten mit viel Grün gestaltete Fußgängerpromenade war arg in die Jahre gekommen und bedurfte dringend einer Umgestaltung und Aufwertung. Jetzt ist dieser Stadtraum, für den dringend ein freundlicherer Name als Mittelachse gefunden werden müsste, wie der Laudator fand, kaum wiederzuerkennen. „Trotz verschiedener Eigentümer ist es gelungen, ein durchgängiges Gestaltungskonzept umzusetzen, das offen und verbindend das Quartier erschließt“, so Rüdiger Clausen.

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Den 1. Preis in der Kategorie „Außenanlagen in Wohngebieten oder Erholungsbereiche innerhalb von Gewerbegebieten“ vergab die Jury an das Projekt „Mittelachse in Dresden Gorbitz“. Ein grünes Band mit Spazier- und Fußwegen sowie mit den Jahreszeiten entsprechend harmonisch gestalteten Pflanzungen verbindet verschiedene Wohneinheiten und Stadtplätze mit einer Promenade.Ausgezeichnet für dieses Projekt wurden: LHD/Amt für Stadtgrün als Bauherr, Landschaftsarchitekturbüro Grohmann Dresden als Planer sowie Grünanlagen Uwe Plügner Landschaftsgestaltung Schwarzenberg, LLB GmbH - Garten- und Landschaftsbau Dresden und die HSD Haus- und Landschaftsspezialdienste Dresden GmbH für die Ausführung

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Würdigung mit dem Sonderpreis erfuhr die Sanierung des ehemaligen Lahmann-Sanatoriums in Dresden. Die Jury bescheinigte allen Beteiligten, dass es gelungen sei, neben der Sanierung der vielen Altbauten und der Integration von Neubauten die Außenanlagen so zu gestalten, „dass aus diesem Patchwork wieder ein schöner, hochwertig gestalteter Ort wird“.

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Das Projekt „Sanierung ehemaliges Dr. Lahmann-Sanatorium“ erhielt einen Sonderpreis. Im Bereich des historischen Gebäudeensembles des ehemaligen Sanatoriums wurde in exponierter Lage auf dem Dresdner Weißen Hirsch eine moderne Wohnanlage errichtet. Unter Beachtung des Denkmal- und Umweltschutzes ist durch ein mutiges Gestaltungskonzept mit Ein- und Mehrfamilienhäusern der ehemalige Kurparkcharakter wieder in vollem Umfang erkennbar.Preisträger sind die Baywobau Baubetreuung GmbH Dresden als Bauherr, UKL Ulrich Krüger Landschaftsarchitekten Dresden als Planer und die Thümer-Landschaftsbau GmbH Dresden als Ausführende.

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Den einzigen und also 1. Preis in der Kategorie „Andere neu gestaltete Freiraumsysteme“ vergab die Jury für das Projekt „Spielplätze in der Schwanenteichanlage Mittweida“.

Die Preisträger im Überblick

Kategorie 1: Freianlagen an öffentlichen Einrichtungen – Grünflächen/ Parkanlagen / Stadtplätze:

1. Preis: „Freiberger Platz Dresden-Altstadt“; Bauherr: Landeshauptstadt Dresden (Straßen- und Tiefbauamt), Planer: May Landschaftsarchitekten Dresden; Ausführung: Kohout’s Garten- und Landschaftsbau GmbH Elstra und STRABAG AG Dresden

Sonderpreis: Dresden-Hellerau Parkanlage; Bauherr: Landeshauptstadt Dresden (Amt für Stadtgrün); Planer: Blaurock Landschaftsarchitektur Dresden; Ausführung: LLB GmbH – Garten- und Landschaftsbau Dresden

Sonderpreis: Postplatz Görlitz; Bauherr: Stadt Görlitz; Planer: Freiraumkonzepte GbR Landschaftsarchitekten Bad Lausick; Ausführende: Garten- und Landschaftsbau Steffen Bohr Weißenberg

Kategorie 2: Außenanlagen in Wohngebieten oder Erholungsbereiche innerhalb von Gewerbegebieten

1. Preis: Mittelachse Dresden-Gorbitz; Bauherr: Landeshauptstadt Dresden (Amt für Stadtgrün); Planer: Landschaftsarchitekturbüro Grohmann Dresden; Ausführende: Grünanlagen Uwe Pügner Landschaftsgestaltung Schwarzenberg, LLB GmbH Dresden, HSD GmbH Dresden

Sonderpreis: „Sanierung ehemaliges Dr. Lahmann-Sanatorium“; Bauherr: Baywobau Baubetreuung GmbH Dresden; Planer: UKL Ulrich Krüger Landschaftsarchitekten Dresden; Ausführende: Thümer-Landschaftsbau GmbH Dresden

Kategorie 3: Andere neu gestaltete Freiraumsysteme

1. Preis: „Spielplätze in der Schwanenteichanlage Mittweida“; Bauherr: Stadt Mittweida; Planer: Rehwaldt Landschaftsarchitekten Dresden; Ausführende: Garten- und Landschaftsbau Herfurth GmbH Nossen

Von Catrin Steinbach

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