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Lokales Viele Fragen zur neuen B6 in Dresden
Dresden Lokales Viele Fragen zur neuen B6 in Dresden
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16:41 23.03.2017
Der Andrang beim Informationsabend der Deges war riesig.  Quelle: Sbu
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Dresden

 „Wir bekommen das hin“, versicherte Projektleiter Werner Breinig nicht nur einmal am Mittwochabend im Spiegelsaal des Restaurants „Da Remi“ in Niederwartha. Gekommen waren über 250 Bürger und Anwohner zur Informationsveranstaltung der Deges, um mit den Verantwortlichen über die Pläne zur neuen B6 (DNN berichteten) zu sprechen.

Der Andrang war riesig, Dutzende Bürger mussten von den Organisatoren vertröstet und wieder weggeschickt werden. Spontan entschied man sich deshalb, zeitnah einen weiteren Informationsabend zu veranstalten. Nach einer Präsentation der Deges-Pläne wurden den anwesenden Anwohnern reichlich 90 Minuten Zeit für Fragen zur Verfügung gestellt.

Am häufigsten interessierte die Anwohner die zukünftigen Anbindungen ihrer Grundstücke, geplante Zwangsverkäufe und die Abläufe während der Bauphase. Auch die Fragen, warum es beispielsweise keine durchgehende Schallschutzwand gäbe oder warum nur zwei PKW-Überfahrten kommen sollen, keimten immer wieder auf. Projektleiter Breinig hatte stets eine beruhigende Antwort parat und versuchte alle Bedenken auszuräumen. Er wies zudem immer wieder drauf hin, dass man sich noch in der Planungsphase befinde und noch genug Zeit bleibe, um auf größere Probleme zu reagieren. Deshalb biete man den Betroffenen auch so früh wie möglich derartige Informationsveranstaltungen an.

Einige wenige Bürger zeigten sich dennoch sehr kritisch, wie auch Stadtrat Peter Bartels (SPD), der laut eigener Aussage an diesem Abend in der Funktion eines „besorgten Bürgers“ anwesend wäre und für die Ortschaft Mobschatz spreche. „Das ist nicht das, was wir bestellt haben“, verdeutlichte Bartels mehrfach. Unter anderem sprach er sich beunruhigt über die geplante Querung am Urnengraben aus, wo nur eine Fußgängerunterführung entstehen soll. Auch vielen anderen Bürgern ist diese Überlegung ein Dorn im Auge. Vor allem die rund 270 Anwohner der Seegärten müssten nach dem Ausbau einen etwa zwei Kilometer langen Umweg fahren.

Breinig bekräftige, wie auch zuvor schon mehrfach bei der angesprochenen Schallschutz-Problematik, das man immer „mehr könne“, die Frage sei jedoch die Zumutbarkeit und der finanzielle Rahmen. Ein KFZ-Tunnel würde etwa fünf Millionen Euro Mehrkosten verursachen, was eine Frequenz von etwa 200 KFZ pro Stunde einfach nicht rechtfertige. Breinig bot aber an, dieses Thema gerne mit den Stadträten und in den Ortschaftsräten zu diskutieren. „Wenn sie das wollen, können wir das in Berlin einbringen.“ Dort entscheide das Ministerium aber knallhart nach Kosten-Nutzen-Faktoren. Somit sei die Chance auf eine KFZ-Querung am Urnenfeld trotzdem eher gering.

Alles in allem zeigten sich viele der Bürger zufrieden mit den Plänen der Deges, es wurde sogar applaudiert und gelobt. Dennoch wurde deutlich, dass vor allem die direkt Betroffenen, sprich Kleingärtner und Anwohner hinter den geplanten Schallwänden und an der neuen B6, noch große Sorgen teilen. Zudem kritisierten einige Bürger, die neue B6 sei ein zu großer Eingriff in die historisch und geographisch gewachsene Beziehung der einzelnen Ortschaften.

Die Deges-Verantwortlichen versicherten aber mehrfach, Kritik und Bedenken ernst zu nehmen. So solle bis zum Planfeststellungsverfahren weiter ein reger Austausch stattfinden, um dann gemeinsam die bestmögliche Lösung zu finden.

Von dnn

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