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Lokales Viel Arbeit für die Stadtreinigung: Auf sie warten Sperrmüll und 1,5 Millionen Sandsäcke
Dresden Lokales Viel Arbeit für die Stadtreinigung: Auf sie warten Sperrmüll und 1,5 Millionen Sandsäcke
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18:08 09.09.2015
Noch haben sie gut lachen: André Löske (li) und Marcus Stiller von der Stadtreinigung laden gut gelaunt Sperrmüll auf. In den nächsten Tagen dürfte auf die Mitarbeiter eine Menge Müll zukommen. Quelle: Carola Fritzsche
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In überfluteten Kellern und Häusern liegt vieles, was nicht mehr genutzt werden kann und weggeworfen werden muss. Tausende Tonnen Sperrmüll wurden bei der Flut 2002 eingesammelt, viele Betroffenen hatten ihren ganzen Hausrat verloren. So schlimm wie damals wird es diesmal nicht, ist sich Detlef Thiel, Leiter des Amts für Stadtgrün und Abfallwirtschaft, sicher. Dennoch organisiert die Stadtverwaltung für die Betroffenen in den Dresdner Überflutungsgebieten wieder eine kostenlose Müllentsorgung. In Schwerpunktgebieten mit sehr hohem Anfall an Sperrmüll werden von den Ortsämtern zentrale Abholungen organisiert.

"Wer seinen Sperrmüll selbst entsorgen will, kann dies auf den Wertstoffhöfen tun. Bei Selbstanlieferung werden aus Hochwasser stammende Abfälle, insbesondere Sperrmüll und Elektrogeräte, bezüglich der Mengen kulant entgegengenommen, die sonst üblichen Abgabemengen gelten da nicht", sagt Thiel. Dies würde die Mitarbeiter der Stadtreinigung sehr entlasten, auf die in den nächsten Tagen eine Menge Arbeit zukommt. Die Abholung von Hochwassersperrmüll kann auch mit der Bestellkarte aus dem Abfallkalender oder dem Online-Formular unter www.dresden.de/abfall beantragt werden. Wichtig ist hierbei der Vermerk "Abfall aus Hochwasser 2013".

Aber auch bei der regulären Müll-abfuhr und der Entleerung der Wertstoffcontainer kommt es wegen Straßensperrungen zu Ausfällen und Ver-schiebungen. Die Abfuhrunternehmen passen ihre Touren kontinuierlich den vorhandenen Möglichkeiten an. "Die Bewohner der Grundstücke, die nicht angefahren werden können, sollten sich gebührenpflichtige Restabfallsäcke oder gebührenfreie Gelbe Säcke bei den Wertstoffhöfen, Bürgerbüros oder Ortschaftsverwaltungen besorgen und die Säcke zwischenlagern", empfiehlt Thiel. Sobald die Müllautos die Straßen wieder befahren können, werden die Säcke kostenfrei entsorgt. Wertstoffe aus Glas und Papier sollten ebenfalls zwischenzeitlich im Haushalt gelagert werden, so Thiel.

Neben dem Sperrmüll müssen auch noch rund eineinhalb Millionen Säcke mit entsorgt werden, die derzeit auf den Straßen und vor den Häusern liegen. Sandsäcke, die von Bürgern privat zum Schutz ihrer Grundstücke eingesetzt wurden, sollen nach Rückgang des Hochwassers am Straßenrand zur Abholung bereit gelegt und nicht selbst entsorgt werden. Auch die Beseitigung des Schlamms wird von der Stadtverwaltung zentral organisiert.

Wertstoffhof Friedrichstadt

Altonaer Straße 15, Telefon (0351) 44 55-132/-118

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 12 bis 19 Uhr, Sonnabend 8 bis 14 Uhr

Wertstoffhof Hammerweg

Hammerweg 23, Telefon: (0351) 44 55-193/-118

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 7 bis 19 Uhr, Sonnabend 8 bis 14 Uhr

Wertstoffhof Johannstadt

Hertelstr. 3, Tel.: (0351) 4455-270/-118

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 12 bis 19, Sonnabend 8 bis 14 Uhr

Wertstoffhof Kaditz

Scharfenberger Straße 146, Telefon (0351) 44 55-177/-118

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 12 bis 19 Uhr, Sonnabend 8 bis 14 Uhr

Wertstoffhof Leuben

Bahnhofstraße 4, Telefon: (0351) 4 97 30

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 12 bis 19 Uhr, Sonnabend von 8 bis 14 Uhr

Wertstoffhof Plauen

Pforzheimer Straße 1, Telefon (0351) 40 35 01 01

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 12 bis 19, Sonnabend 8 bis 14 Uhr

Wertstoffhof Reick

Georg-Mehrtens-Straße 1, Telefon (0351) 44 55-133/-118

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 7 bis 19, Sonnabend 8 bis 14 Uhr

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.06.2013

Monika Löffler

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