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Lokales Veterinärmediziner erklären Kindern ihren Job
Dresden Lokales Veterinärmediziner erklären Kindern ihren Job
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15:26 26.10.2017
Kinder-Uni: Veterinärmediziner erklärten ihren Job.   Quelle: Anja Schneider
Dresden

 „Wer mag Tiere? Und wer hat ein Haustier?“ Kaum eine Hand blieb unten, als Frank Schmidt die Kinder im Saal ausfragte. Der Moderator der gestrigen Kinderuni-Vorlesung staunte nicht schlecht, als einige Halbstarken voller Stolz von ihren eigenen Exoten erzählten: Besitzer von Schlangen, Pferden und auch Schafen waren im Raum vertreten.

Ein besonderer Gast begeisterte die jungen Gäste, die zur zweiten Vorlesung des Semesters gekommen waren.

Nach der Einführung startete die zweite Vorlesung dieses Wintersemesters. Sie wurde von den DNN präsentiert. Die im Großen Saal des Hygiene-Museums veranstaltete Vorlesung befasste sich mit der Arbeit des Veterinärmediziners. Oberärztin Katja Pfeil, Assistenzärztin Christin Schulz sowie die tiermedizinische Fachärztin Laura Henke erklärten den jungen Gästen, wie der Alltag in einer Tierklinik abläuft.

„Das ist wie bei uns Menschen: Wenn unser Arzt sagt, dass die Krankheit oder der Knochenbruch besonders kompliziert ist, dann wird man in eine Klinik eingewiesen“, erklärte Katja Pfeil den Unterschied zwischen einer Tierarztpraxis und einer Tierklinik.

Und dann kam sein großer Auftritt: Als Milan auf die Bühne geführt wurde, stahl er den Ärztinnen der Tierärztlichen Klinik Dresdner Heide prompt die Show. Die anwesenden Kinder sprangen sofort auf – jeder wollte einen Blick auf den 10-jährigen Labrador-Mischling erhaschen.

Dabei war Milan am gestrigen Abend nur Mittel zum Zweck: Mithilfe eines virtuellen Falles wurde ein Besuch in der Tierklinik dargestellt. Laura Henke übernahm die Rolle der besorgten Hundebesitzerin. Sie erledigte die Anmeldung in der Klinik und füllte diverse Papiere aus, bevor ihr geliebter Vierbeiner zur allgemeinen Kontrolle auf den Behandlungstisch gehievt wurde.

Nachdem die Ärztinnen den Herzschlag mit einem Stethoskop überprüften, stellten sie eine Verdachtsdiagnose – Milan war trächtig und erwartete einen Wurf kleiner Welpen. Es stellte sich nämlich heraus, dass Milan eine Hündin ist. „Unser Milan ist also eigentlich eine Mila“, schmunzelte Anja Pfeil.

Kurzerhand tauschten die Tierärztinnen den echten Hund gegen ein Plüschtier und begannen, die Operationsinstrumente vorzubereiten. Mit dem Skalpell wurde ein Kaiserschnitt durchgeführt und die Kuscheltierwelpen erblickten das Licht der Welt. Schnell waren Freiwillige gefunden, um die unterkühlten Hundebabys zu wärmen. Die Plüschtiere durften die Kinder dann behalten.

„Nach überstandener Operation schlafen die Hunde in einer der 22 Boxen auf der Hundestation, bis sie wieder gesund sind und ihr Herrchen sie mitnehmen kann“, informierte Christin Schulz die neugierigen Kids.

Als letztendlich verkündet wurde, dass sich jeder Veranstaltungsteilnehmer am Ausgang eine Spritze oder einen Mundschutz mitnehmen darf, waren die Kleinen kaum noch zu bremsen und stürmten aus dem Saal – doch nicht, ohne noch ein heiß begehrtes Autogramm einer echten Tierärztin zu bekommen oder den braunen Mischling zu streicheln.

„Das war eine sehr schöne Erfahrung. Sonst halte ich nur Vorträge vor meinen Kollegen – das hier war mal was anderes“, sagte Katja Pfeil im Anschluss an die Vorlesung. Die 38-Jährige hat fünf Kinder, besitzt selbst drei Hunde und wollte schon im Kindesalter Tierärztin werden. Vielleicht denken nach der Vorlesung einige anwesende Kinder darüber nach, einen ähnlichen Karriereweg einzuschlagen.

Von Junes Semmoudi

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