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Verwirrung um das Zentrum für politische Schönheit in Dresden

Reiner Publicity Gag? Verwirrung um das Zentrum für politische Schönheit in Dresden

Das „Zentrum für politische Schönheit“ sorgte in der Vergangenheit oft für Aufsehen, zuletzt mit einem eigenen Holocaust-Mahnmal für den Thüringer AfD-Politiker Björn Höcke. Eine Klasse der HfBK hatte die Aktivisten jetzt eingeladen. Doch die Veranstaltung wurde kurzfristig abgesagt. Die Gründe geben Rätsel auf.

Philipp Ruch vom "Zentrum für Politische Schönheit" – Künstler des ZpS wollten jetzt in Dresden sprechen, sagten aber kurzfristig ab – mit rätselhafter Begründung.
 

Quelle: dpa

Dresden.  Das sogenannte „Zentrum für politische Schönheit“ (ZpS) sorgte in der Vergangenheit oft für Aufsehen, zuletzt mit einem eigenen Holocaust-Mahnmal für den Thüringer AfD-Politiker Björn Höcke. Eine Klasse der Dresdner Hochschule für Bildende Künste (HfBK) hatte die Aktivisten jetzt eingeladen. Doch die Veranstaltung wurde kurzfristig abgesagt. Die Gründe geben Rätsel auf.

Am Donnerstagnachmittag hätten Mitglieder des ZpS im Aktsaal der HfBK einen Vortrag halten sollen. Doch am Mittwochmorgen kam plötzlich die Absage: „Leider wird von der Hochschule nicht für den nötigen Sicherheitsschutz gesorgt - daher muss die Veranstaltung bis auf weiteres abgesagt werden“, heißt es via Facebook. Zuvor hatte die HfBK-Meisterschülerin, die die Veranstaltung bei Facebook öffentlich gemacht hatte, von „extremem Druck aus der rechten Szene“ geschrieben.

Das Zentrum für politische Schönheit ist bei Rechten verhasst. Vor allem die Aktion gegen Björn Höcke sorgte dafür, dass die Künstler zu Feindbildern der selbsternannten „Patrioten“ wurden. Doch haben tatsächlich Rechte für eine Absage gesorgt?

HfBK-Rektor Matthias Flügge verneint: Ihm seien keinerlei Drohungen bekannt. Er bestätigt, dass die Veranstaltung in der Hochschule geplant war, und zwar hochschulintern. Öffentlich beworben wurde sie nicht. Entsprechend habe er keine Veranlassung gesehen, zusätzliche Sicherheitsmaßnamen zu ergreifen. „Die Hochschule ist kein Sicherheitstrakt“, stellt er klar. Auch die Dresdner Polizei weiß nichts von Drohungen. Der Fall sei der Polizeidirektion gänzlich unbekannt, teilte Sprecher Thomas Geithner auf DNN-Anfrage hin mit.

Das Zentrum für politische Schönheit selbst hingegen erklärt die Absage mit Sicherheitsbedenken. „Leider kann die Sicherheit unserer Mitarbeiter auf der Veranstaltung nicht ausreichend garantiert werden“, so Gabriela Rosenfeld, Mitglied des „Planungsstabes“ beim ZpS.

Belege dafür gibt es nicht. HfBK-Rektor Flügge sagt daher: „Ich halte das für einen Publicity-Gag.“

Von S. Lohse

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