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Lokales Verwaltung: Erhalt der Robotron-Kantine wird teuer
Dresden Lokales Verwaltung: Erhalt der Robotron-Kantine wird teuer
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08:25 06.05.2018
Um die alte Robotron-Kantine wird gestritten. Quelle: Archiv
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Dresden

 Der Umzug des Kunsthauses von der Rähnitzgasse in die ehemalige Robotron-Betriebskantine ist nach Ansicht der Verwaltung „grundsätzlich möglich“. Das geht aus einer Information vor Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) für die Stadträte hervor, die jetzt auf dem Tisch liegt.

Ursprünglich sollte die Kantine abgerissen und die Fläche begrünt werden. Der private Eigentümer des Grundstücks hat bereits eine Abrissgenehmigung. Auf mehrheitlichen Beschluss des Stadtrats blieb die Kantine jedoch zunächst stehen und der Baubürgermeister wurde beauftragt, Nutzungsvarianten durchzurechnen.

Prüfung konzentriert sich auf Umnutzung zur Galerie für Gegenwartkunst

In Abstimmung mit dem Geschäftsbereich Kultur von Bürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Linke) konzentrierte sich die Prüfung auf die Umnutzung zur Galerie für Gegenwartkunst, die gegenwärtig in der Neustadt unter widrigen Bedingungen untergebracht ist.

Weitere Vorschläge, die in der Diskussion inzwischen aufkamen, untersuchte die Verwaltung nicht näher. So wäre die ergänzende Nutzung durch städtische Galerien zwar grundsätzlich möglich, würde aber zu höheren Kosten durch Klima- und Sicherheitstechnik führen. Dem Vorschlag eines Wissenschaftszentrums („Future Research Lab“) schenkte die Verwaltung keine Beachtung, weil die Initiatoren bisher nicht dargelegt hätten, wie Sanierung und Betrieb finanziert werden sollten.

Investitionskosten zwischen 9,9 und 13,1 Millionen Euro

Und auch für die Kunsthaus-Variante führt die Verwaltung verschiedene Aspekte ins Feld, die als Gegenargumente für eine Weiternutzung verstanden werden können. Für die Umbau müsste die Stadt Investitionskosten zwischen 9,9 und 13,1 Millionen Euro tragen. Betriebs- und Bewirtschaftungskosten kämen noch hinzu.

Für die ursprünglichen Nutzungspläne als Grünfläche muss die Stadt das Grundstück kaufen, bei einer Weiternutzung würde die Immobilie um 1,4 Millionen Euro teurer, heißt es aus der Bauverwaltung. Zudem wird auf die Verbesserung der klimatischen Verhältnisse durch die ursprünglich angestrebte Grünfläche verwiesen. Die Verwaltung will daher die bisherigen Konzept zur Schaffung weiterer Gründflächen im Blüherpark weiterverfolgen. Zum Erhalt der Kantine „bleibt dem Stadtrat sein Initiativrecht unbenommen“, heißt es.

Von Ingolf Pleil

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