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Lokales Verurteilter Sexualstraftäter erneut in Dresden vor Gericht
Dresden Lokales Verurteilter Sexualstraftäter erneut in Dresden vor Gericht
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10:50 06.12.2016
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten sexuellen Missbrauch von Kindern, Besitz von kinderpornografischen Schriften und den Verstoß gegen Weisungen der Führungsaufsicht vor. Quelle: dpa
Dresden

„Wir hatten eigentlich ein ganz normales Verhältnis“ sagte Rolf W. am Montag im Landgericht. Ganz so normal war das Verhältnis zu den Kindern seiner ehemaligen Lebensgefährtin aber nicht. Deshalb muss sich der 36-Jährige derzeit vor der Jugendschutzkammer des Dresdner Landgerichts verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten sexuellen Missbrauch von Kindern, Besitz von kinderpornografischen Schriften und den Verstoß gegen Weisungen der Führungsaufsicht vor.

Rolf W. soll sich zwischen Februar 2013 und Mai 2016 mehrmals am Sohn seiner Lebensgefährtin vergangenen haben. Beim ersten Mal war das Kind sechseinhalb Jahre alt. Er schloss sich dem Jungen im Kinderzimmer ein, um mit ihm zu spielen. Das „Spiel“ hatte jedoch seltsame Regeln: Wer etwas falsch machte, musste sich ausziehen. Waren sie nackt, musste der Junge an sich selbst oder am Angeklagten „rumspielen“, manchmal legte auch der Angeklagte auch bei dem Kind Hand an. Am 11. Mai dieses Jahres war der kleine Cousin des Jungen zu Besuch. Der Angeklagte schloss sich zum „Spielen“ mit beiden Kindern ein und fotografierte und filmte das Ganze. Der Cousin erzählte seinen Eltern davon, so flog die Sache auf. Auf dem Handy des Angeklagten wurden zudem eindeutig sexuell motivierte Fotos der im Jahr 2000 geborenen Tochter seiner Lebensgefährtin gefunden.

Rolf W. räumte die Vorwürfe ein und ersparte damit den Jungen eine Aussage vor Gericht. Nur bei den Fotos des Mädchen reklamierte er. Alles sei einvernehmlich gewesen. Einige der Bilder hätte das Mädchen selbst mit dem Handy gemacht.

Doch wer beim Oralverkehr zwischen einem Erwachsenen und einer Minderjährigen auf den Auslöser drückt, ist egal. Es dürfte eng für den 34-Jährigen werden. Rolf W. war bereits 2008 wegen sexuellen Missbrauch eines Kindes zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten verurteilt worden, die er komplett absaß. Das Gericht hatte eine fünfjährige Führungsaufsicht angeordnet und die Weisung erteilt, dass Rolf W. keinen Kontakt zu Kindern und Jugendlichen aufnehmen darf. Gehalten hat er sich daran nicht. Der Prozess wird fortgesetzt.

Von Monika Löffler

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