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Lokales Verteidigung im Anneli-Prozess: Keine Beweise für Mord
Dresden Lokales Verteidigung im Anneli-Prozess: Keine Beweise für Mord
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15:01 26.08.2016
Angeklagter Markus B. Quelle: xcitepress/ce
Dresden

Die verschuldeten Männer sind wegen erpresserischen Menschenraubes mit Todesfolge angeklagt, B. zudem wegen Mordes. Sie sollen die Unternehmer-Tochter am 13. August 2015 entführt und 1,2 Millionen Euro verlangt haben. Die Staatsanwaltschaft hatte am Mittwoch eine Verurteilung wegen Mordes zur Verdeckung einer anderen Straftat für B. und wegen Mordes durch Unterlassen für den Mitangeklagten K. beantragt.

Chronologie: Der Entführungsfall Anneli

Es gebe keinen Beweis dafür, dass B. die Gymnasiastin getötet habe, betonte sein Rechtsanwalt Rolf Franek. Die Anklage stütze sich nur auf die Aussage von K., der aber mehrere Stunden mit der Entführten allein war. Möglich sei daher, dass Anneli schon tot war, als B. am Mittag des 14. August zurückkam. Da laut Franek weder eine alleinige noch eine gemeinsame Täterschaft von B. oder K. belegbar ist, könne nach dem Grundsatz „im Zweifel zugunsten des Angeklagten“ keiner der Männer wegen Mordes verurteilt werden.

Auch Rechtsanwalt Andrej Klein sieht für keine der Behauptungen der Anklage gegen K. einen Beweis. Der Beschuldigte sei von der Entführung überrascht worden und dann davon ausgegangen, dass das Lösegeld gezahlt werde. Er bedauere die Tat furchtbar, sagte sein Mandant am Ende - weinerlich und kaum verständlich.

dpa

Am Freitag wurden beim Anneli-Prozess die Plädoyers gehalten.
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