Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Versuchter Totschlag im Drogenrausch
Dresden Lokales Versuchter Totschlag im Drogenrausch
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:31 17.05.2018
Symbolfoto Quelle: dpa
Dersden

Wegen versuchten Totschlags muss sich seit dem 16. Mai ein 32-Jähriger Dresdner vor der Schwurgerichtskammer des Dresdner Landgerichts verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft Steffen V. vor, versucht zu haben, am 28. Juni vergangenen Jahres seine Lebensgefährtin umzubringen. Der Angeklagte soll die Frau im Schlafzimmer der gemeinsamen Wohnung auf der Dorothea-Erxleben-Straße gewürgt und geschlagen haben. Zudem, so die Anklage, habe er ihr mehrmals ganz schnell den Kopf verdreht, um ihr auf die Art das Genick zu brechen.

Nachbarn konnten Steffen V. überwältigen

Das Opfer wehrte sich und schrie um Hilfe. Als sie versuchte zu entkommen, schlug er mit einem circa einem Kilogramm schweren Briefbeschwerer aus Stein mehrmals auf ihren Kopf. Der Frau gelang es dennoch zu flüchten und die Wohnungstür zu öffnen. Nachbarn, die die Schreie gehörten hatten und bereits vor der Tür standen, konnten Steffen V. überwältigen und ihn festhalten bis Polizei und Rettungskräfte eintrafen. In der Wohnung befand sich auch der gemeinsame kleine Sohn des Angeklagten und seiner Lebensgefährtin. Die Verletzungen der 31-Jährigen sind verheilt, psychisch leidet die junge Frau allerdings noch heute unter dem Vorfall.

Student räumt Tat ein

Der Angeklagte stand zur Tatzeit extrem unter Drogen, so dass wegen einer krankhaften Psychose verminderten Schuldfähigkeit möglich wäre. Wegen seines jahrelangen Drogenkonsum, so die Staatsanwaltschaft, steht auch eine Unterbringung in einer Entziehungsanstalt im Raum.

Steffen V. räumte am Mittwoch über einen Anwalt den Tatvorwurf ein. Der Student hatte seit längerer Zeit ein Drogen – und wohl auch ein Alkoholproblem. Er sei zwar einmal zu einer Entgiftung gewesen, habe sich aber zu einer Langzeittherapie nicht durchringen können, erklärte der Angeklagte, der sichtlich Probleme hatte, sich zu konzentrieren. „Ich dachte, ich schaffe das allein.“ Mit seiner Lebensgefährtin habe es deshalb oft Streit gegeben. Der Prozess wird fortgesetzt.

Von Monika Löffler

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Privatiserungen? Nicht in Dresden! Hier wird rekommunalisiert. Nach den Dresdner Stadtwerken ist jetzt die Stadtreinigung an der Reihe. Finanzbürgermeister Peter Lames (SPD) will die 2005 veräußerten Anteile an dem Entsorgungsunternehmen zurückkaufen.

17.05.2018

Am Dienstag war es wieder soweit: Die jungen Studenten der Kinderuni strömten in Scharen ins Deutsche Hygienemuseum Dresden. Bei der dritten Vorlesung des Semesters ging es um das Sinnesorgan Nase.

17.05.2018
Lokales Dresden investiert 5,5 Millionen Euro - Neue Sporthalle an der Blochmannstraße

Bis September 2020 will die Stadt eine neue Sporthalle für das Berufsschulzentrum für Technik und Bau an der Blochmannstraße errichten. Die beiden 1989 errichteten Sporthallen sind verschlissen und müssen abgerissen werden.

16.05.2018