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Lokales Verlängerung der Dresdner Filmnächte in diesem Jahr vom Tisch
Dresden Lokales Verlängerung der Dresdner Filmnächte in diesem Jahr vom Tisch
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12:42 27.04.2018
Roland Kaiser gehört alljährlich zu den absoluten Besuchermagneten der Filmnächte. Quelle: Archiv/Anja Schneider
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Dresden

 Die Filmnächte am Dresdner Elbufer werden zunächst nicht verlängert. „In diesem Jahr wird es keine Verlängerung geben, unsere Gespräche fokussieren sich auf nächstes Jahr“, erklärte der Veranstalter, die PAN Veranstaltungslogistik und Kulturgastronomie GmbH auf DNN-Anfrage.

Die CDU im Stadtrat hatte die Verwaltung kürzlich aufgefordert, mit dem Veranstalter Verhandlungen über eine Verlängerung aufzunehmen. Eine Ausdehnung der Spielzeit um fünf Tage und 15 statt bisher 12 Konzertereignisse sollten ab der Spielzeit 2018 ermöglicht werden, erklärt die Fraktion. „Die Veranstalter haben Interesse an einer Verlängerung gezeigt, das sollte von der Politik unterstützt werden“, erklärte CDU-Kulturpolitikerin Christa Müller auf DNN-Anfrage. Der Antrag ist im Stadtrat noch nicht behandelt worden.

Die Filmnächte am Elbufer seien Deutschlands größtes Freilichtkino-Festival, heißt es im Antrag. Alljährlich würde die seit 1991 am Neustädter Elbufer stattfindende Veranstaltung inzwischen weit über 200 000 Zuschauer anziehen. Zu den Höhepunkten gehören immer wieder die Roland-Kaiser-Konzert. Die touristische und wirtschaftliche Bedeutung sei erheblich. Eine weitere positive Entwicklung sollte daher ein wichtiges kultur- und tourismuspolitisches Anliegen des Stadtrates sein.

PAN reagiert auf Nachfrage

„Wir streben eine Verlängerung von sieben Tagen an“, informierte der Veranstalter. Die Verlängerung sei nicht an eine konkrete Zahl an Konzerten gebunden. Da sich dieses Bestreben auf nächstes Jahr beziehe, könne noch nicht gesagt werden, von wann bis wann der Veranstaltungszeitraum im Jahr 2019 liegen würde. Zwar seien derzeit für die Verlängerung noch keine Künstler gebunden. „Wir reagieren mit dem Wunsch auf eine Verlängerung aber auf die steigende Nachfrage seitens der Konzertveranstalter und Filmverleiher“, erklärte die PAN.

In der Vergangenheit war bei ähnlichen Diskussionen Kritik aus den Ministerien hinter dem Festgelände am Königsufer zu vernehmen, wo Finanzministerium und Kultusministerium angesiedelt sind. Die bespielte Fläche gehört dem Freistaat und in den Behörden werden beispielsweise Arbeiten an der Tontechnik in den Nachmittagsstunden als störend empfunden.

Inzwischen zeichnen sich weitere Probleme und ein Konflikt in der Stadtverwaltung ab. Zwar wird im Tourismusbereich von Bürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Linke) die Verlängerung begrüßt. Gleichzeitig ist von „entstehenden Interessenkonflikten“ die Rede. Bei der immer stärkeren Nutzung von Innenstadtplätzen müssten die Interessen von Anwohner und der Gewerbetreibenden in einen „angemessenen Ausgleich“ gebracht werden. Insbesondere die diskutierte Wohnbebauung für das Königsufer könnte das Vorhaben der PAN „erschweren“.

Zum Schutz der Anwohner vor übermäßiger Lärmstörung könnten die Filmnächte nicht losgelöst vom sonstigen Veranstaltungsgeschehen in dem Bereich betrachtet werden. Und da ist mit Ski-Weltcup und verschiedenen Märkten und Events auf der Hauptstraße schon einiges los.

Die PAN kann die Sorgen nicht teilen: „Aktuell gibt es laut unserem Wissen keine Lärmbelästigung der Anwohner.“ Alle PAN-Veranstaltungen seien mit dem Umweltamt abgestimmt, würden ständig gemessen und die Kinoveranstaltungen lägen deutlich unter einem „Lärm“-Pegel. Die Bebauungspläne könnten nicht kommentiert werden, da sie auch nur aus der Presse bekannt seien. Abschließend hieß es: „Unser Vertragspartner ist die Stadt und es ist uns sehr wichtig, hier die Kommunikation mit allen Stadtrats-Mitgliedern am Laufen zu halten. Sollten wir mit der Stadt einen Konsens finden, werden auch die Gespräche mit dem Land intensiver und konkreter.“

Von Ingolf Pleil

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