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Lokales Verkehrsmuseum Dresden wird 60
Dresden Lokales Verkehrsmuseum Dresden wird 60
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15:13 03.06.2016
Mit vereinten Kräften schieben die Kinder aus der Kita Zwergenland in Steina und Joachim Breuninger, der Direktor des Verkehrsmuseums Dresden, die alte „Muldenthal“ aus dem Johanneum Quelle: Peter Weckbrodt
Dresden

Nicht schlecht haben die Flaneure auf dem Neumarkt gestaunt, als sich am Freitagvormittag die Tore des Johanneums plötzlich weit öffneten und sich ein Fossil von Dampflok den Dresdnern und ihren Gästen für einige Stunden in seiner ganzen Schönheit zeigte: Die stolze 155 Jahre alte „Muldenthal“ präsentierte sich den neugierigen Blicken in bester Verfassung.

Damit wiederholte sich, was sich vor genau 60 Jahren exakt an gleicher Stelle, aber in genau entgegengesetzter Richtung ereignet hatte. Damals hielt Deutschlands älteste im Originalzustand erhaltene Dampflokomotive Einzug in den ersten fertig gestellten Bauabschnitt des kriegszerstörten Johanneums. Das Verkehrsmuseum Dresden eröffnete damals seine erste Ausstellung.

Aller Anfang war schwer. Den Grundstock der Sammlung bildeten die Reste des Sächsischen Eisenbahnmuseums. Auf dem Gelände des Güterbahnhofs Dresden-Neustadt wurden Arbeitsräume eingerichtet und die Modelle und Zeichnungen gelagert, die den Krieg überstanden hatten. Wertvolle Exponate konnten erhalten werden. Dazu gehörten eben die 1861 gebaute Muldenthal, der „Mathildenwagen“ genannte Hofsalonwagen von 1886 und der Straßenbahntriebwagen Nr. 761 von 1896.

Nachdem im Jahr 1954 die Entscheidung gefallen war, das Verkehrsmuseum im Johanneum unterzubringen, begannen 1955 die Aufräumarbeiten. Zuerst reparierten die Arbeiter den Dachstuhl. Am 3. Juni 1956 startete dann der Ausstellungsbetrieb. Geöffnet war das Museum allerdings zunächst nur in der schönen Jahreszeit, denn das Haus bekam erst 1958 eine Heizung.

Nach 60 Jahren präsentiert sich das Museum nun ganz auf der Höhe der Zeit. Im prächtigen Johanneum ist es im Zentrum des Dresdner Besucherstroms auf dem Neumarkt gut untergebracht. Mit der erst jüngst geschaffenen Eingangs- und zugleich Durchgangsmöglichkeit auch vom Stallhof her will die Direktion zusätzliche Passanten zum Museumsbesuch animieren.

Themenschwerpunkte und ständige Ausstellungen im Verkehrsmuseum widmen sich unter anderem der Eisenbahn, dem automobilen Straßenverkehr, der Schiff- und Luftfahrt in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Ein Publikumsmagnet ist auch die große Spur-0- Modelleisenbahnanlage.

Die strategische Neuausrichtung des Museums auf eine hohe Kinder- und damit auch auf Familienfreundlichkeit zahlt sich in den Besucherzahlen aus. Mit 215.000 im Vorjahr gezählten Besuchern hat das Verkehrsmuseum das Resonanz-Tief der Jahre 2002 bis 2005 klar überwunden. „Das geänderte Konzept des Verkehrsmuseums, den Menschen in den Mittelpunkt seiner Ausstellungen zu stellen, kommt offensichtlich bei den Besuchern von nah und fern gut an“, stellte Joachim Breuninger, Direktor des Verkehrsmuseums, fest.

Zum Bekanntheitsgrad und damit zum Erfolg tragen auch die regelmäßigen Sonderausstellungen zu den unterschiedlichsten, mit dem Thema Verkehr in Bezug stehenden Themen. Zudem hat das Verkehrsmuseum in jüngster Zeit auch allerlei neue Exponate erworben, seien es nun ganz alte Elektromobile oder ganz neue wie den BMW i3, der in Sachsen gefertigt wird.

Weitere Informationen über das Museum im Internet: über die Adresse: www.verkehrsmuseum-dresden.de

Von Peter Weckbrodt

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