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Lokales Verkaufsoffener Sonntag: Massenauflauf beim Weihnachtseinkauf in Dresden
Dresden Lokales Verkaufsoffener Sonntag: Massenauflauf beim Weihnachtseinkauf in Dresden
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17:28 09.09.2015
In den Einkaufszentren der Stadt drängelten sich Tausende Kauflustige, die noch Weihnachtsgeschenke ergattern wollten. Quelle: Tanja Tröger
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Am zweiten verkaufsoffenen Adventssonntag dieses Jahres schoben sich bereits ab Mittag die Massen über die Einkaufsmeile, um noch die letzten Geschenke für das anstehende Weihnachtsfest zu ergattern. Vor und hinter den Türen der Geschäfte in der Innenstadt herrschte dichtes Gedränge. Laut sächsischem Ladenöffnungsgesetz durften die Läden in Dresden von 12 bis 18 Uhr Tore und Türen öffnen. Wie auch im Vorjahr waren bei den Kunden Elektronikwaren wie Handys oder Tablet-PCs sehr beliebt. Aber auch Haushaltwaren, Küchenartikel und Accessoires verkauften sich nach Angaben der Händler gut. Bei vielen stand zudem Geschenkpapier ganz oben auf dem Einkaufszettel.

Dies wird aller Voraussicht nach der letzte verkaufsoffene Sonntag dieser Art gewesen sein. Die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit hatte kürzlich die stadtweiten Einkaufssonntage für das kommende Jahr gestrichen. Stattdessen wird es nun sechs, auf einzelne Stadtgebiete begrenzte Einkaufssonntage geben. Am 6. Dezember ist zudem wegen des Striezelmarktes ein verkaufsoffener Sonntag angesetzt – allerdings ausschließlich in der Innenstadt.

Mit ihrem zahlreichen Erscheinen sprachen sich die Kunden jedoch deutlich für die herkömmlichen verkaufsoffenen Sonntage aus. Gestern klingelten in der Altmarktgalerie bereits kurz nach 12 gehörig die Kassen. „Von Anfang an war es bei uns sehr voll. Der Sonntag war für die Kunden enorm wichtig,“ sagte Nadine Strauß, Center-Managerin der Altmarkt-Galerie. 70.000 Besucher seien gestern in die Altmarktgalerie geströmt, bei denen in der Regel gezieltes Weihnachtsshopping auf dem Programm stand. „Viele nutzten den Einkaufssonntag aber auch als Freizeitevent mit der Familie“, bemerkte Strauß.

 

Primark lockt auch Kunden aus Polen und Tschechien

Der Centermanager der Centrum-Galerie, Stefan Dorster, war ebenfalls mit den Ergebnis des Wochenendes mehr als zufrieden. „Mit über 40.000 Besuchern allein am heutigen Sonntag haben wir ein sehr gutes Ergebnis erzielt“, sagte er. Der Advent sei ohnehin ein voller Erfolg gewesen. „Wir konnten im Dezember einen signifikanten Zulauf von Kunden verzeichnen, sowohl am Wochenende als auch unter der Woche steigerte sich die Kundenzahl um 30 bis 40 Prozent“. Doch nicht nur der irische Textilriese Primark, der am 20. November eingezogen war, zieht nach Angaben des Centermanagers Kunden an, sondern auch andere Neueröffnungen wie die Ketten Only, Bershka und Pull & Bear. Spürbar sei auch, dass viele Touristen und Kunden aus Polen und Tschechien, angezogen von Primark, nach Dresden kämen. Deshalb könne Dorster auch die Entscheidung des Stadtrates gegen die stadtweiten Einkaufssonntage nicht verstehen. „Wer sich mit dem Attribut ,Metropole‘ schmücken will, der darf sich gegen stadtweite verkaufsoffene Sonntage nicht verwehren“, erläuterte er.

Groß war der Andrang auch in den zentrumsnahen Tiefgaragen. Die Parkplätze am Altmarkt, an der Frauenkirche, am Neumarkt und an der Centrum-Galerie waren bereits am frühen Nachmittag restlos belegt.

Letzter verkaufsoffener Adventssonntag für Elbepark?

Die Weihnachtseinkäufer zog es nicht aber nur ins Zentrum. Auch im Elbepark in Kaditz sorgte der verkaufsoffene Sonntag für rappelvolle Geschäfte. „Die Ladenstraße war wie erwartet proppevoll, “ sagte Elbepark-Manager Gordon Knabe. Über 30.000 Menschen waren zum Sonntags-Shopping in den Elbepark gekommen. „Ich bin sehr zufrieden. Wir werden die Jahresbilanz der verkaufsoffenen Sonntage im Vergleich zum Vorjahr mit einem Plus von zwei Prozent abschließen“, äußerte Knabe DNN gegenüber. Diese Kunden werden im kommenden Jahr fehlen, das ist sich Knabe sicher, denn der Elbepark ist vom einzigen verkaufsoffenen Sonntag im Advent 2015 ausgeschlossen. „Ich gehe deshalb heute mit einem weinenden und einem lachenden Auge nach Hause“, sagte der Centermanager.

Susann Schädlich & Julia Vollmer

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