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Lokales Verhandlung am Landgericht: 67-Jähriger soll behinderten 16-Jährigen vergewaltigt haben
Dresden Lokales Verhandlung am Landgericht: 67-Jähriger soll behinderten 16-Jährigen vergewaltigt haben
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08:08 03.11.2017
Der Prozess wird fortgesetzt. Quelle: dpa
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Dresden

Bernd M. ist 67 Jahre, hat graues Haar, einen kleinen Bart, helle Augen. Auf den ersten Blick wirkt er wie ein netter Opa, doch war der Opa wohl gar nicht so nett, sondern, sollte sich die Anklage bestätigen, richtig gemein. Wegen Vergewaltigung, vorsätzlicher Körperverletzung und Verstoß gegen Weisungen der Führungsaufsicht muss sich der 67-Jährige derzeit vor der Jugendschutzkammer des Dresdner Landgerichts verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, einen geistig behinderten 16-Jährigen, nennen wir ihn Adam, vergewaltigt zu haben.

Bernd M. ist kein unbeschriebenes Blatt. 2014 wurde er in Cottbus wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. 2016, nach Verbüßung der Haft, erhielt er eine elektronische Fußfessel zur Aufenthaltsüberwachung. Zudem wurde Führungsaufsicht angeordnet, er bekam die Weisung sich von Minderjährigen und allen Orten an denen diese sich aufhalten - Spielplätze, Schwimmbäder und ähnliches – fernzuhalten. Allerdings hielt sich der Angeklagte nicht daran. Er suchte Kontakt zur Oma von Adam, die in der Nähe wohnte und das Sorgerecht für den Jungen hatte und freundete sich mit ihm an. Adam nannte ihn schnell Opa. Die beiden besuchten einige Schwimmbäder, was dem 67-Jährigen allerdings verboten war. In der Kabine eines Bades soll Bernd M. den Jungen zunächst eingecremt und dann vergewaltigt haben – Tage später noch einmal in seiner Wohnung.

Adam war auf Grund seiner geistigen Behinderung nicht in der Lage, die Sache zu verstehen oder sich zu wehren. Seine Bitten, aufzuhören, da es ihm weh tue, habe, Opa ignoriert, hat Adam bei seiner Polizeivernehmung gesagt. Er habe Geld bekommen, damit er den „Mund halte“. Der 16-Jährige erzählte trotzdem seiner Oma davon, die ging zur Polizei.

„Mein Mandant hat Adam nicht vergewaltigt“, erklärte die Verteidigerin des Angeklagten. Er selbst will sich nicht zu den Vorwürfen äußern. Der Prozess wird fortgesetzt.

Von Monika Löffler

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