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Verein und Staatsschauspiel laden zur Bürgerbegnung am 13. Februar

Im Kleinen Haus Verein und Staatsschauspiel laden zur Bürgerbegnung am 13. Februar

Der Verein Memorare Pacem lädt gemeinsam mit dem Staatsschauspiel Dresden am 13. Februar ab 15 Uhr zu einer Bürgerbegegnung in das Kleine Haus ein. „Wir werden am Jahrestag der Zerstörung Dresdens Menschen zusammenbringen, die in ganz verschiedenen Zusammenhängen Erfahrungen mit den Themen Krieg, Gewalt, Vertreibung und Flucht machen mussten“, kündigte Matthias Neutzner an.

Der Verein Memorare Pacem lädt gemeinsam mit dem Staatsschauspiel Dresden am 13. Februar ab 15 Uhr zu einer Bürgerbegegnung in das Kleine Haus ein.

Quelle: dpa

Dresden. Das Staatsschauspiel, der Verein „MEMORARE PACEM – Gesellschaft für Friedenskultur“ und die städtische Arbeitsgruppe 13. Februar laden am Montag ab 15 Uhr zu einer Bürgerbegegnung in das Kleine Haus ein. „Wir werden am Jahrestag der Zerstörung Dresdens Menschen zusammenbringen, die in ganz verschiedenen Zusammenhängen Erfahrungen mit den Themen Krieg, Gewalt, Vertreibung und Flucht machen mussten“, kündigte Matthias Neutzner an, der Vorsitzende von Memorare Pacem. In nahezu jeder Dresdner Familie gebe es persönliche Berührungspunkte mit Krieg und Flucht, wurden doch nach dem 13. Februar 1945 Zehntausende zu Flüchtlingen aus der zerstörten Stadt. „Das hat die Erfahrung von ganz vielen Menschen geprägt. Die Stadt hat aber seit 1945 auch immer Menschen Schutz geboten, die vor Krieg und Gewalt flüchten mussten. Wir wollen diese verschiedenen Perspektiven zusammenbringen“, beschreibt Neutzner das Anliegen der Veranstaltung.

Die Rede hält mit Mohammad Al Attar einer der international renommiertesten Dramatiker Syriens. Andreas Schäfer, Mitarbeiter des Friedensforschungszentrums in der baskischen Stadt Gernika, wird eine Botschaft von Luis Iriondo überbringen, dem Sprecher der Überlebenden der deutschen Luftangriffe von 1937. Dann werden Menschen aus Dresden Texte über Krieg und Gewalt lesen. Der serbische Forscher, der als Kind Krieg in Jugoslawien miterleben musste ebenso wie eine Dresdnerin, die im Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan gelitten hat. „Es werden auch Menschen aus Syrien, Afghanistan und dem Irak zu Wort kommen“, kündigte Neutzner an. „Aber auch die 85-jährige Dresdnerin Nora Lang. Sie werden nicht die eigenen Texte lesen, sondern jeweils die eines anderen Menschen.“

Musizieren werden Tom Goetze, Stephan Bormann und Thabet Azzawi. Letztgenannter ist aus Syrien geflüchtet und promoviert jetzt an der Technischen Universität. Vor kurzem wurde er von Pop-Ikone Sting für Aufnahmen engagiert. „Wichtigster Programmpunkt sind Gesprächsrunden am Nachmittag zu Themen wie Frieden, Erinnern, Widerstand, Aufbau, Kunst. Wir verstehen den 13. Februar als Tag des Nachdenkens und des Austauschs miteinander“, erklärte der Vereinsvorsitzende. Am Abend spielt das Staatsschauspiel „kein land. August“. Danach wird der Abend mit Gespräch und Musik ausklingen.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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